Ein Künstler zwischen Fachschule, Fabrik, Baukunst und freier Grafik
Fritz Klee (1876–1976) gehört zu den prägenden Gestaltern der Selber Porzellangeschichte. Als erster Leiter der Fachschule für Porzellanindustrie verband er künstlerischen Unterricht mit den Anforderungen der Fabriken. Für die frühe Kunstabteilung von Lorenz Hutschenreuther entwarf er Gefäße, kleine Service und Zierporzellan. Gleichzeitig arbeitete er als Architekt, gestaltete Ausstellungen und beteiligte sich am kulturellen Leben der Stadt. Nach seinem Weggang aus Selb 1939 entstand in Stuttgart ein umfangreiches zeichnerisches Spätwerk. (KLQ01, KLQ02, KLQ04)
Die im Download-Fundus erhaltenen Texte und Bilder erlauben einen Blick auf diese unterschiedlichen Tätigkeiten. Die folgende Auswahl umfasst 13 Abbildungen: eine historische Gruppenaufnahme, Gefäße und Tierplastik, einen Entwurfsstempel, zwei datierte Zeichnungen und das bereits im Wiki erschlossene Déjeuner Modell 111. Bildkennungen KL01–KL12 sind redaktionelle Nummern dieses Artikels, keine historischen Modellnummern. Redaktionsstand: 16. Oktober 2026.
KL02 · Deckeldose mit farbigem Ornament. Linien, Farbe und Gold auf Porzellan. Original: deckeldose_klee.jpg. Bildnachweis KLQ08.
Klee wurde 1876 in Würzburg geboren. Er studierte Architektur an der Technischen Hochschule München und arbeitete anschließend unter anderem im Dresdner Architekturbüro Lossow & Vieweger. Von 1904 bis 1908 war er beim Stadtbauamt München tätig. Zu seinen Aufgaben gehörte die künstlerische Mitarbeit am Neubau des Schwabinger Krankenhauses. Die lokale biografische Darstellung nennt außerdem Mosaikentwürfe und private kunstgewerbliche Aufträge. (KLQ01, KLQ04)
Seine Herkunft aus der Architektur ist für das spätere Porzellanwerk aufschlussreich. Ein Gefäß lässt sich als gegliederter Körper mit Sockel, Wandung, Hals und Abschluss verstehen. Ornament kann diese Teile betonen, verbinden oder gegeneinander absetzen. Gerade bei den im Fundus erhaltenen Deckelvasen wird sichtbar, wie Klee beziehungsweise die ihm zugeschriebene Werkgruppe plastische Form und Oberflächengestaltung aufeinander bezog. Diese Beobachtung beschreibt die abgebildeten Arbeiten; sie ersetzt keine Untersuchung aller erhaltenen Entwurfszeichnungen.
Die spätere Selber Aufgabe war zunächst keineswegs sein Wunschziel. Nach der im Fundus überlieferten Schulgeschichte wurde er 1907 auf die Leitung der geplanten Fachschule angesprochen. Klee wollte den vielseitigen Wirkungskreis der Kunststadt München nicht ohne Weiteres gegen eine noch ungewisse Tätigkeit in einer kleineren Industriestadt eintauschen. Gespräche mit dem Ministerium und mit Philipp Rosenthal, dem engagierten Fürsprecher der Schule, führten schließlich zur Übernahme der Aufgabe. Auch die Porzellanikon-Ausstellung von 2026 greift dieses anfängliche Zögern in ihrem Titel „Ein Selber wider Willen?“ auf. (KLQ02, KLQ12)
Die Gründung war das Ergebnis mehrjähriger Bemühungen. Die lokale Schulgeschichte führt als frühen schriftlichen Beleg Rosenthals Antrag vom 9. Februar 1901 an die oberfränkische Regierung an. Die rasch gewachsene Porzellanindustrie benötigte qualifizierte Zeichner, Modelleure und Dekorateure. Sie wollte diese Ausbildung in räumlicher Nähe zu den Betrieben verankern. Selb setzte sich im Verlauf der Verhandlungen als Standort durch. Die im Text wiedergegebenen Behörden- und Verbandsvorgänge sind eine historische Darstellung; die dort genannten Originalakten wurden für diesen Artikel nicht selbst im Staatsarchiv eingesehen. (KLQ02)
Bei den Anfangsdaten müssen zwei Ereignisse unterschieden werden. Am 19. Mai 1908 begann ein vorbereitender Zeichen- und Malunterricht mit 46 Schülern im kleinen Rathaussaal. Die Königlich-Bayerische Fachschule für Porzellanindustrie wurde offiziell am 1. April 1909 eröffnet. Klees Übernahme der Aufbauarbeit 1908 und das formale Eröffnungsjahr 1909 widersprechen sich deshalb nicht. Die heutige Schule führt ihre institutionellen Wurzeln ebenfalls auf 1909 zurück. (KLQ02, KLQ13)
Klee musste Unterricht, Räume, Ausstattung und Beziehungen zur Industrie zugleich entwickeln. Die frühe Unterbringung in einem älteren Schulgebäude begrenzte die Möglichkeiten. Für keramische Ausbildung genügten Zeichenräume allein nicht: Modelle mussten handwerklich umgesetzt, Formen hergestellt und Ergebnisse unter Fertigungsbedingungen erprobt werden. Die Nähe zu den Fabriken war daher ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Der Unterricht sollte gestalterische Selbstständigkeit fördern und zugleich beruflich nutzbare Fähigkeiten vermitteln. (KLQ01, KLQ02)
KL01 · Fritz Klee im Kreis junger Männer. Zuordnung nach der Fundusbeschriftung. Original: fritz_Klee.jpg, Selber Vortragsbestand. Bildnachweis KLQ10.
1911 erhielt Klee den Professorentitel; 1912 wurde er Mitglied des Deutschen Werkbunds. Diese Stationen verorten seine Arbeit im damaligen Austausch zwischen Kunst, Handwerk und industrieller Produktion. In Selb blieb die Entwurfsarbeit kein rein theoretischer Unterrichtsgegenstand. Schulische Modelle und Dekorvorschläge konnten in die Produktion der benachbarten Betriebe gelangen. (KLQ01, KLQ04)
Dabei war Klee kein allein arbeitender Urheber sämtlicher Schulerzeugnisse. Die Unterlagen nennen ausdrücklich auch den Fachschullehrer beziehungsweise Oberlehrer Veit und die Beteiligung von Schülern. In der späteren Firmenchronik werden Klee und Veit gemeinsam für die erste Kollektion der Hutschenreuther-Kunstabteilung genannt. Die Leitung einer Schule, ein persönlicher Entwurf, die Modellierung durch einen Mitarbeiter und die spätere industrielle Ausformung sind unterschiedliche Leistungen. Ein an der Schule entstandenes Objekt darf deshalb nicht automatisch als vollständig eigenhändige Arbeit Klees bezeichnet werden. (KLQ03, KLQ05)
Die lokale Überlieferung schildert ihn als anspruchsvollen Lehrer mit deutlichen Vorstellungen von gestalterischer Qualität. Solche Erinnerungen vermitteln etwas von seiner Wirkung auf die Schulgemeinschaft, sind aber rückblickende Charakterbilder. Dauerhafter greifbar ist die Struktur, die unter seiner Leitung entstand: eine Ausbildungseinrichtung, die zeichnerische Grundlagen, plastisches Gestalten und das Wissen um die Herstellung miteinander verband. Die Bedeutung dieser Aufbauarbeit reicht über die Lebensläufe einzelner später erfolgreicher Schüler hinaus. (KLQ01, KLQ02)
Die wachsende Schule brauchte ein eigenes Gebäude. Die lokale Darstellung nennt 1913 die Bereitstellung eines Grundstücks durch Franz und Jette Heinrich sowie Ernst Adler. 1914 wurde der Neubau beschlossen; Krieg und Nachkriegsverhältnisse verzögerten die Umsetzung. Der Bau begann 1919, der Einzug wird im biografischen Text auf den 5. Mai 1921 datiert. (KLQ01, KLQ02)
Klee brachte dabei seine architektonische Erfahrung ein. Nach den Archivtexten wurden seine ursprünglichen Vorstellungen im Genehmigungsverfahren verändert. Das fertige Haus ist daher im Zusammenhang von künstlerischem Entwurf, schulischen Anforderungen und staatlicher Bauentscheidung zu sehen. Es wäre verkürzend, es als unberührte Umsetzung eines einzigen ersten Plans zu beschreiben. Das historische Hauptgebäude an der Weißenbacher Straße 60 gehört weiterhin zur Geschichte des heutigen Schulstandorts. (KLQ02, KLQ13)
Klee beschränkte sich in Selb nicht auf das Schulhaus. Die biografischen Unterlagen verbinden ihn mit dem Casino, dessen Gründungszusammenhang sie 1911 ansetzen. Das Gebäude und die dortigen Veranstaltungen verbanden Architektur mit bürgerlicher Geselligkeit. Theater, Musik und die von Klee gepflegten Puppenspiele gehörten zu diesem Umfeld. Er wirkte damit an einem kulturellen Treffpunkt der Industriestadt mit. (KLQ01, KLQ04)
Ein weiteres wichtiges Werk ist das Empfangsgebäude des Bahnhofs Selb Stadt. Die lokale Eisenbahngeschichte nennt Klee als Architekten. Für die Chronologie ist die Unterscheidung zwischen Planung und Betrieb wichtig: Der heutige Schulbericht datiert die Eröffnung des Bahnhofs auf den 1. Mai 1914. Eine in einer Künstlerübersicht genannte frühere Planungsdatierung darf nicht zum Eröffnungsjahr umgedeutet werden. Das Gebäude steht im Zusammenhang mit dem Ausbau des Verkehrs, der Rohstoffversorgung und der Exportwirtschaft der Porzellanindustrie. (KLQ04, KLQ13)
Auch Ausstellungsarchitektur verband seine Tätigkeitsfelder. Die lokale Biografie nennt einen Rosenthal-Ausstellungsraum in Brüssel 1910 und Arbeiten im Umfeld der Bayerischen Gewerbeschau 1912. Hier wurde Porzellan nicht nur als einzelner Gegenstand gezeigt, sondern in einen gestalteten räumlichen Zusammenhang gestellt. Das passt zur Arbeitsweise eines Architekten, der Gefäß, Dekor, Möbel und Präsentation zusammendenken konnte. Die einzelnen historischen Pläne dieser Ausstellungsräume wurden für diesen Artikel nicht vollständig rekonstruiert. (KLQ01, KLQ04)
Für die Selber Jubiläumsausstellung vom 4. bis 25. Juli 1926 nennen die überlieferten Texte Klee als wichtigen Gestalter. Das Stadtjubiläum bot den Fabriken und der Fachschule Gelegenheit, die Leistungsfähigkeit des Standorts vorzuführen. Solche Präsentationen waren zugleich Wirtschaftswerbung, kulturelle Selbstdarstellung und ein Schaufenster der Ausbildung. (KLQ01, KLQ03)
Die Verbindung zur Fabrik Paul Müller ist zentral für Klees Porzellanwerk. Nach der lokalen Darstellung wurde dort bereits vor beziehungsweise im Zusammenhang mit der Übernahme durch Lorenz Hutschenreuther 1917 an einer künstlerischen Kollektion gearbeitet. 1918 wurde die Sammlung unter dem Direktor Emil Mundel öffentlich vorgestellt. Gefäße, Schalen und kleinere Tierplastiken gehörten dazu. Die schulische Entwurfsarbeit erhielt damit einen industriellen Herstellungs- und Vertriebsrahmen. (KLQ01, KLQ03)
Die Festschrift „Hundert Jahre Porzellan“ von 1957 nennt auf gedruckter Seite 29 das Jahr 1917 als Beginn der Kunstabteilung und Klee sowie Veit als Schöpfer der ersten Kollektion. Sie blickt allerdings aus erheblichem zeitlichem Abstand auf diese Vorgänge zurück. Zusammen mit der Präsentation von 1918 ergibt sich eine Entstehungsfolge aus organisatorischem Aufbau und öffentlichem Auftreten. Die genauere Gegenüberstellung zur späteren Verlegung in Werk B behandelt der Artikel über die Kunstabteilung. (KLQ05)
Klees Tätigkeit prägte die Frühphase, darf aber nicht auf sämtliche späteren Erzeugnisse der Abteilung ausgedehnt werden. In den 1920er Jahren gewannen Karl Tutter und Carl Werner maßgeblichen Einfluss; weitere Künstler wurden herangezogen. Herstellername und Abteilungsmarke allein belegen deshalb keine Entwerferschaft Klees. Die ihm zugeschriebene Gestaltung des Löwenzeichens von 1919 gehört zudem zur Unternehmensgrafik und ist von einem konkreten Gefäßentwurf zu unterscheiden. (KLQ01, KLQ03)
Die Auswahl konzentriert sich auf die im Fundus tatsächlich sichtbaren Arbeiten. Wo die Aufnahme keine sichere Modellnummer, Datierung oder Dekorateurangabe enthält, bleiben diese Angaben offen. Die beschreibenden Titel dienen der Orientierung. Sie sind keine nachträglich erfundenen historischen Werktitel.
Das Déjeuner Modell 111, Fritz Klee, 1918, ist die am genauesten dokumentierte Porzellanarbeit dieser Auswahl. Die Pressebildliste des Porzellanikon nennt die Modellnummer, den Entwerfer, das Jahr und die Höhe der Kanne von 11,3 cm. Die Museumsaufnahme gehört bereits zur Hutschenreuther-Bildsammlung des Wikis und wird hier mit ihrem ursprünglichen Nachweis wiederverwendet. (KLQ06)
B06 · Déjeuner, Modell 111, Entwurf 1918. Kanne H. 11,3 cm; DPM, Inv.-Nr. 07657/1a-b, 2, 3, 4, 5, 6, 7/94. Foto: Porzellanikon Hohenberg, Deutsches PorzellanMuseum. KLQ06.
Ein Déjeuner ist ein kleines, aufeinander abgestimmtes Frühstücks- beziehungsweise Getränkeservice. Hier bildet die Verbindung aus dunklem Fond, Gold und klar gegliederten Gefäßkörpern ein geschlossenes Ensemble. Die Wirkung entsteht aus dem Zusammenklang der Teile: Kanne und kleinere Gefäße sollen als Gruppe wahrgenommen werden. Zugleich bleiben Deckel, Ausguss und Henkel funktionale Bauteile. Das Stück zeigt, wie künstlerischer Anspruch und Gebrauchszweck im frühen Kunstabteilungsprogramm zusammenkamen.
Die Pressebildliste dokumentiert daneben eine Dose Modell 107, Fritz Klee, 1918. Für diese liegt in der hier ausgewählten Fotogruppe jedoch keine eindeutig zugeordnete Aufnahme vor. Die Nummer wird daher nicht auf die oben gezeigte bunte Deckeldose übertragen. (KLQ06)
Die Aufnahme KL02 am Artikelanfang zeigt eine zylindrische Dose mit leicht gewölbtem Deckel und goldfarbenem Knauf. Der Körper bleibt im Umriss ruhig. Umso stärker wirken die farbigen Vogel- und Pflanzenformen, die schwarzen Linien und die einzelnen senkrecht hängenden Motive. Ein dicht gestalteter unterer Bereich steht einer helleren oberen Zone gegenüber.
Die Arbeit macht anschaulich, dass die Gesamtwirkung eines Porzellans nicht allein aus seiner weißen Form hervorgeht. Dieselbe Grundform könnte mit einer anderen Bemalung einen deutlich anderen Charakter erhalten. Die Datei führt Klee im Namen; ein separater, vollständig lesbarer Entwerferstempel ist auf dieser Aufnahme nicht zu sehen. Die Auswahl folgt daher der überlieferten Funduszuordnung. Die Ausführung des Dekors wird nicht ohne weiteren Beleg als eigenhändige Malerei Klees bezeichnet. (KLQ08)
Die hohe Vase besitzt einen schmalen Fuß, einen sich weitenden Körper und eine nach außen öffnende Mündung. Auf dem gelben Grund sitzen schwarze Ornamente; weitere dunkle Bänder fassen Hals und Rand. Die schlanke Kontur und die dunkle Zeichnung erzeugen unterschiedliche Rhythmen: Die Form führt den Blick nach oben, das Dekor bindet ihn an einzelne Zonen.
KL03 · Gelbe Vase mit schwarzem Ornament. Original: vase_klee.jpg. KLQ08.
Die Eule ist als kompakte Tiergestalt auf einem hellen, goldstaffierten Sockel dargestellt. Große Augen und der leicht gewendete Kopf ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Die braune, differenzierte Federzeichnung kontrastiert mit dem hellen Unterbau. Der Vogel wirkt damit sowohl als Naturmotiv als auch als sorgfältig komponierter Ziergegenstand.
KL04 · Eule auf ornamentiertem Sockel. Aufnahme mit kleiner Markenabbildung. Original: eule_klee.jpg. KLQ08 · KLQ14.
Die Figur ergänzt die Gefäße um eine andere gestalterische Aufgabe. Ein Tier muss in überschaubarer Größe erkennbar sein, eine tragfähige Standfläche erhalten und sich keramisch ausformen lassen. Die Betonung von Kopf und Gefieder bleibt dabei mit dem dekorativen Sockel verbunden. Klees frühe Kunstabteilungsarbeit umfasste somit mehr als die Übertragung grafischer Ornamente auf Geschirr.
Die Deckelvase verbindet einen kräftigen mittleren Körper mit schmaleren, gerippt wirkenden Partien. Im Zentrum stehen goldfarbene Blatt- und Vogelmotive. Ein weißer Vogel schließt den Deckel ab. Weiß und Gold sind dabei nicht nur Flächenfarben: Die plastischen Erhebungen erzeugen zusätzliche Licht- und Schattenwirkungen.
KL05 · Deckelvase mit Vogelknauf. Aufnahme mit Markenabbildung aus der Klee-Galerie. KLQ07 · KLQ14.
Hier lässt sich die Nähe von Architektur und Gefäß besonders gut betrachten. Unterer Abschluss, Hauptkörper, Schulter, Hals und Deckel bilden deutlich unterschiedene Teile. Der Vogel ist zugleich Naturmotiv und funktional nutzbarer Abschluss. Die breite dekorative Mittelzone verhindert, dass die Gliederung nur als Addition einzelner Ringe erscheint.
Bei der kleineren Dose ruht der weiße Vogel auf einem niedrigen Deckel. Die Wandung bleibt überwiegend hell; eine Folge goldfarbener, herz- beziehungsweise blattähnlicher Formen setzt einen schmalen Akzent. Gegenüber der großen Deckelvase ist die dekorative Dichte stark zurückgenommen. Der Vergleich zeigt unterschiedliche Möglichkeiten, Vogelmotiv und Gefäß miteinander zu verbinden.
KL06 · Dose mit Vogelknauf. Aufnahme aus der Klee-Galerie. Original: porzellan0143_f_f.jpg. KLQ07.
Das bauchige Gefäß mit Fuß und ausgestellter Mündung trägt mehrere farbige Blütenfelder. Blaue Linien und goldfarbene Einfassungen bilden Medaillons, die auf der weißen Wandung stehen. Die gleiche Form erscheint in der Bildserie auch in einer anderen Ansicht beziehungsweise Variante; ohne vollständige Objektregistrierung wird daraus kein sicher identisches Einzelstück konstruiert.
KL07 · Gefäß mit Blütenmedaillons. Aufnahme aus der historischen Klee-Webseite. Original: porzellan0146_f_f.jpg. KLQ07 · KLQ04.
Das Stück zeigt eine andere Auffassung als die gelbe Vase. Die helle Wandung bleibt als Hintergrund deutlich sichtbar. Einzelne ornamentale Felder gliedern die Rundung, statt sie vollständig zu überziehen. Der Wechsel von freier weißer Fläche, Farbmotiv und Randband gehört hier wesentlich zur Gesamtkomposition.
Bei der kleinen Vase mit weißem Hals und gelb-schwarzer unterer Zone ist das Ornament stärker geometrisiert. Spitz zulaufende Formen wiederholen sich in dichter Folge. Die Trennung zwischen heller oberer und bewegter unterer Partie macht die Proportion des Gefäßes besonders deutlich.
KL08 · Vase mit geometrischem Dekor. Aufnahme aus der Klee-Galerie. Original: porzellan0169_f_f.jpg. KLQ07.
KL09 · Klee-Entwurfsstempel auf einer Gefäßunterseite. Aufdruck „Entwurf Professor Fritz Klee Direktor der K. Fachschule Selb“ und Herstellerangabe Lorenz Hutschenreuther. Original: porzellan0170_f_f.jpg. KLQ07.
Dieser Unterschied zwischen Bildfolge und lesbarem Objektbeleg ist für die Sammlung wichtig. Der Stempel ist aussagekräftiger als ein späterer Dateiname. Er dokumentiert zudem, wie die fachliche Stellung des Entwerfers zur Kennzeichnung des Produkts verwendet wurde. Dennoch beweist er weder eine eigenhändige Bemalung noch die zeitgleiche Herstellung aller ähnlich dekorierten Gefäße.
Das große weiße Gefäß besitzt eine zurückhaltende geometrische Gliederung. Goldfarbene Ränder akzentuieren die Übergänge. Am unteren Körper sitzen reliefartige Gesichts- beziehungsweise Maskenmotive; auf dem Deckel erscheint ein goldfarbener Löwe. Das Tier dient hier als Abschluss einer Gefäßkomposition, nicht als frei stehende Tierplastik.
KL10 · Deckelgefäß mit Löwenknauf. Aufnahme aus der Klee-Galerie. Original: porzellan0178_f_f.jpg. KLQ07.
In den Selber Jahren beschäftigte sich Klee auch mit Puppentheater. Die lokale Überlieferung beschreibt Aufführungen im Casino und Puppenköpfe aus Porzellan. Dazu kamen Bühnenbilder, Figurencharaktere und das Spiel selbst. Die Verbindung zur keramischen Kleinplastik liegt nahe: Ein Kopf musste mit wenigen prägnanten Merkmalen aus der Entfernung lesbar sein und zugleich als Teil einer beweglichen Bühnenfigur funktionieren. (KLQ01, KLQ04)
Die frühere Webseite berichtet von einer Übergabe von Puppen an das Münchner Stadtmuseum in den 1950er Jahren. Ein originales Übergabe- oder Inventarverzeichnis wurde hier nicht eingesehen. Dass dieser Werkbereich museal überliefert ist, bestätigt die Ausstellung von 2026 mit Leihgaben aus der Sammlung Puppentheater/Schaustellerei des Münchner Stadtmuseums. Die Geschichte der Puppen gehört damit zu Klees Werk und nicht nur zu einer privaten Randbeschäftigung. (KLQ04, KLQ12)
1939 endete Klees langjährige Leitungstätigkeit. Die lokalen Texte beschreiben seinen Weggang als vorzeitigen Rückzug auf eigenen Wunsch und bringen ihn mit Spannungen zwischen seiner liberalen Haltung und den politischen Verhältnissen im Nationalsozialismus in Verbindung. Daraus wird hier keine durch Personalakten belegte Entlassung oder ein nachgewiesenes Berufsverbot abgeleitet. Für die genauere Rekonstruktion wären die Schul- und Personalakten gesondert auszuwerten. (KLQ01, KLQ04)
Mit seiner Frau Frieda, geborene Rödel, zog er nach Stuttgart-Sillenbuch. Dort verlagerte sich der Schwerpunkt seiner Arbeit. Architektur, Schule und Fabrikentwurf traten gegenüber der freien Zeichnung zurück. Die im Fundus enthaltenen grafischen Blätter zeigen ein eigenständiges Alterswerk, das nicht als bloße Vorbereitung für Porzellandekore verstanden werden sollte. Klee arbeitete nach der biografischen Überlieferung bis ins hohe Alter. Er starb am 12. Dezember 1976 in Stuttgart, im Alter von hundert Jahren. (KLQ01, KLQ04)
Das Blatt von 1953 besteht aus ineinandergreifenden farbigen Bändern, geschwungenen Linien und scharf abgesetzten Spitzen. Rosafarbene, blaue und grüne Partien überlagern sich. Anders als beim Porzellandekor muss die Komposition keine Öffnung, keinen Henkel und keine umlaufende Wandung berücksichtigen. Sie entwickelt ihren eigenen Bewegungsraum auf dem Papier.
KL12 · Ornamentale Farbstiftzeichnung, 1953. Sichtbare Signatur „FRITZ KLEE 1953“. KLQ09.
Im Blatt von 1954 verbinden sich gelbe, orangefarbene, rote und blaue Formen zu einem dichten Gefüge. Manche Umrisse erinnern an Vogelköpfe, Flügel oder Masken, ohne sich zu einer eindeutigen erzählerischen Szene zusammenzufügen. Der Reiz entsteht gerade aus dieser Offenheit. Die Linien geben dem Blick Wege vor; die Farbflächen halten die Komposition zusammen.
KL11 · Ornamentale Farbstiftzeichnung, 1954. Sichtbare Signatur „FRITZ KLEE 1954“. KLQ09.
Die beiden Blätter erlauben einen konkreten Blick auf das Spätwerk. Der Wechsel vom dreidimensionalen Gegenstand zur freien Bildfläche veränderte die Aufgabe, während die Aufmerksamkeit für Farbe, Kontur und rhythmische Wiederholung bestehen blieb. Die lokale Biografie nennt darüber hinaus Collagen. Seine Porzellansammlung vermachte Klee nach der früheren Webseite dem Württembergischen Landesmuseum. Ein vollständiges Bestands- und Zugangsverzeichnis dieser Sammlung liegt diesem Artikel nicht zugrunde. (KLQ01, KLQ04)
Die Breite des Werks ist auch der Ausgangspunkt der Ausstellung „FRITZ KLEE – Ein Selber wider Willen?“, die das Porzellanikon Selb für 9. Mai bis 15. November 2026 ankündigt. Der offizielle Eintrag nennt mehr als 150 Objekte und verbindet Entwurfszeichnungen, Porzellan, Architektur, Grafik und Puppenspiel. Als Leihgeber erscheinen unter anderem das Landesmuseum Württemberg, das Münchner Stadtmuseum und das Berufliche Schulzentrum Selb. Die Angaben beziehen sich auf die veröffentlichte Ausstellungsankündigung, Stand dieses Artikels. (KLQ12)
Klees Bedeutung für Selb lässt sich entsprechend auf mehreren Ebenen fassen. Er baute eine dauerhafte Ausbildungseinrichtung auf, lieferte Entwürfe für die Industrie und beteiligte sich an der Gestaltung des Stadtraums. Seine Arbeit zeigt, wie eng sich im frühen 20. Jahrhundert die Geschichte der Porzellanfabriken mit Schule, Architektur und städtischer Kultur verband. Die Zeichnungen aus Stuttgart erweitern dieses Bild um einen Künstler, der auch außerhalb des industriellen Auftrags weiter nach eigenen Formen suchte.
Die Übersicht ist eine kommentierte Auswahl, kein vollständiges Werkverzeichnis. Ungefähre Zeitansätze bei Vergleichsobjekten werden nicht zu exakten Herstellungsjahren der Archivstücke erklärt.
| Werk oder Werkgruppe | Zeitbezug | Nachweis und Einordnung |
|---|---|---|
| Künstlerische Mitarbeit Schwabinger Krankenhaus | 1904–1908 | Architektonischer und kunstgewerblicher Tätigkeitsbereich; KLQ01, KLQ04 |
| Rosenthal-Ausstellungsraum Brüssel | 1910 | Lokale biografische Überlieferung; KLQ01 |
| Casino Selb | 1911 im lokalen Gründungszusammenhang | Architektur und kulturelles Engagement; KLQ01, KLQ04 |
| Bahnhof Selb Stadt | Eröffnung 1.5.1914 | Architekturzuordnung und getrenntes Betriebsdatum; KLQ13 |
| Fachschulneubau Selb | Bau 1919–1921 | Klees Planung im behördlich veränderten Bauprojekt; KLQ01, KLQ02 |
| Frühe Kunstabteilungskollektion | 1917/1918 | Klee, Veit und schulischer Zusammenhang; KLQ03, KLQ05 |
| Déjeuner Modell 111 | 1918 | Museumsbild und Pressebildliste, B06; KLQ06 |
| Dose Modell 107 | 1918 | Schriftlicher Museumsnachweis; hier kein sicher zugeordnetes Foto; KLQ06 |
| Hutschenreuther-Löwenzeichen | 1919 | Unternehmensgrafik laut lokaler Biografie; KLQ01 |
| Deckeldose und gelbe Vase | Undatiert | Im Fundus Klee zugeordnet, KL02/KL03; KLQ08 |
| Eule | Vergleichsentwurf vor 1916 | Motivvergleich KL04; Ausformungsdatum offen; KLQ14 |
| Deckelvase mit Vogel | Vergleichstyp ab 1919 | Motivvergleich KL05; KLQ14 |
| Kleine Vogeldose und Medaillongefäß | Undatiert | Galeriezuordnung KL06/KL07; KLQ07 |
| Geometrische Vase und Entwurfsstempel | Undatiert | KL08/KL09; Stempel ausdrücklich Klee, genaue Objektverknüpfung offen; KLQ07 |
| Deckelgefäß mit Löwenknauf | Undatiert | Galeriezuordnung KL10; KLQ07 |
| Puppen und Porzellanköpfe | Selber Werkzusammenhang | Lokaler Bericht und spätere museale Überlieferung; KLQ04, KLQ12 |
| Zwei ornamentale Farbstiftzeichnungen | 1953 und 1954 | Sichtbare Signaturen, KL12/KL11; KLQ09 |
| Zeit | Station und Quelle |
|---|---|
| 1876 | Geburt in Würzburg. KLQ01 |
| Vor 1904 | Architekturstudium München; Tätigkeit unter anderem bei Lossow & Vieweger, Dresden. KLQ01 |
| 1904–1908 | Stadtbauamt München, Mitarbeit am Schwabinger Krankenhaus. KLQ01 |
| 1907 | Gespräche über den Aufbau der Selber Fachschule. KLQ02 |
| 19. Mai 1908 | Beginn des vorbereitenden Zeichen- und Malunterrichts mit 46 Schülern. KLQ02 |
| 1. April 1909 | Offizielle Eröffnung der Fachschule für Porzellanindustrie. KLQ02 |
| 1910 | Rosenthal-Ausstellungsraum in Brüssel laut lokalem Lebensbild. KLQ01 |
| 1911 | Professorentitel; Casino im lokalen Gründungszusammenhang. KLQ01 |
| 1912 | Werkbund-Mitgliedschaft; Bayerische Gewerbeschau. KLQ01 |
| 1913 / 1914 | Grundstück und Beschluss zum Schulneubau. KLQ02 |
| 1. Mai 1914 | Eröffnung des Bahnhofs Selb Stadt mit Klees Empfangsgebäude. KLQ13 |
| 1917 / 1918 | Aufbau der Kunstabteilung und öffentliche Vorstellung der frühen Kollektion. KLQ03, KLQ05 |
| 1918 | Déjeuner Modell 111 und Dose Modell 107 nach Museumsbildliste. KLQ06 |
| 1919 | Löwenzeichen nach lokaler Biografie; Beginn des Schulneubaus. KLQ01 |
| 5. Mai 1921 | Einzug in die neue Fachschule laut biografischem Text. KLQ01 |
| 1920er Jahre | Tutter und Werner prägen die weitere Kunstabteilungsarbeit. KLQ03 |
| 4.–25. Juli 1926 | Selber Jubiläumsausstellung. KLQ01, KLQ03 |
| 1939 | Ende der Selber Leitungstätigkeit; Umzug nach Stuttgart-Sillenbuch. KLQ01 |
| 1953 / 1954 | Die beiden abgebildeten signierten Farbstiftzeichnungen. KLQ09 |
| 12. Dezember 1976 | Tod in Stuttgart. KLQ01 |
| 9. Mai–15. November 2026 | Angekündigte Klee-Ausstellung im Porzellanikon Selb. KLQ12 |
Die Texte des Buchprojekts und der früheren Webseite sind wertvolle Arbeitsgrundlagen, aber nicht durchgehend voneinander unabhängige Biografien. Wiederholte Passagen erhöhen deshalb nicht die Zahl unabhängiger Belege. Beim Geburtstag enthalten die verfügbaren Darstellungen abweichende Tagesangaben; dieser Artikel beschränkt sich bis zu einem belastbaren Abgleich auf das gemeinsame Geburtsjahr 1876. Für den Todestag stimmen die hier verwendeten lokalen Texte überein.
Ein konkretes Gegenbeispiel liefert die Dateigruppe klee_nubisch001.jpg bis klee_nubisch004.jpg. Sie zeigt eine Frauenfigur samt Unterseite. Auf der fotografierten Marke steht Rosenthal, Kunst-Abteilung Selb-Bavaria und „Entw. K. Himmelstoss“. Die Figur wird daher trotz des Dateinamens nicht als Werk Klees in die Auswahl übernommen. Die benachbarten Zeichnungen werden dagegen aufgrund ihrer sichtbaren Klee-Signaturen behandelt. Hersteller, Entwerfer, Modellierer, Dekorateur und späterer Fotograf müssen jeweils gesondert betrachtet werden. (KLQ09)
Zeh, Scherzer & Co. in Rehau ergänzt den Selber Schulzusammenhang um ein umfangreiches Kunstabteilungsprogramm. Das dortige Modellverzeichnis benennt Wilhelm Veit und die Fachschule Selb, aber auch weitere persönliche und schulische Entwerfer. Eine Verbindung zur Schule wird deshalb nicht pauschal zu einer persönlichen Klee-Zuschreibung.
Die lokalen Pfade sind relativ zum Ordner Downloads angegeben. Sie benennen die ausgewerteten Archivvorlagen; diese internen Dateien sind keine öffentlich aufrufbaren Wiki-Anhänge.
„Fritz Klee und die Fachschule für Porzellanindustrie in Selb“, ausführlicher Text im Buchprojekt: Porzellanstadt Selb/Projekt_Buch_Porzellan/Porzellanindustrie-Nordbayern.scriv/Files/Docs/17.rtf. Vollständig gelesen. Grundlage für Ausbildung, Münchner Tätigkeit, Selber Aufbauarbeit, Schulneubau, Werkbund, Architektur, Hutschenreuther und Stuttgart. Autor und Entstehungsdatum sind im einzelnen Text nicht eindeutig ausgewiesen; enthaltene Rückverweise ersetzen keine Prüfung der Originalakten.
„Porzellanfachschule Selb“, im selben Buchprojekt, Files/Docs/76.rtf. Historischer Bericht mit Literaturverzeichnis: unter anderem Bohrer 1930, Festschrift 75 Jahre Fachschule 1984, Helmut Heinrich 1976, Riess 1949 und Stadtarchiv Selb. Für diesen Artikel ausgewertet: Gründungsbemühungen 1901–1909, Klee-Berufung, Unterrichtsbeginn, Raumfrage und Schulneubau. Die genannten Bücher und Akten wurden nicht sämtlich erneut im Original geprüft; die damaligen Angaben zur späteren Schulorganisation sind keine aktuelle Bestandsaufnahme.
Kunstabteilungen und Jubiläumsausstellung, gleiches Buchprojekt, Files/Docs/174.rtf („Die Kunstabteilungen Lorenz Hutschenreuther und C.M. Hutschenreuther“) sowie 175.rtf zum Selber Ausstellungszusammenhang 1926. Verwendet für frühe Kollektion, Paul Müller, Emil Mundel und die späteren Entwerfer. Die teilweise abweichenden Angaben zu Verlegung und organisatorischem Beginn werden nicht auf ein einziges scheinbar gesichertes Datum reduziert; ausführlicher Quellenvergleich Hutschenreuther.
Frühere eigene Webseite und Eisenbahngeschichte: lokale Sicherung Webseite porzellan-selb/Webseite Juli 2020/httpdocs/wp-content/cache/all/project/fritz-klee/index.html, sichtbarer Artikeltext vollständig gelesen. Heutiger Bezug: Designer Fritz Klee. Ergänzend Buchprojekt Files/Docs/145.rtf, Abschnitt Bahnhof Selb Stadt, Fritz Klee und Streckeneröffnung 1.5.1914. Die Webseitenfassung enthält biografische Überlieferung und Erinnerungen, keine vollständige Edition der dort angesprochenen Korrespondenz.
„Hundert Jahre Porzellan“, Hutschenreuther-Festschrift 1957, Datei Porzellanstadt Selb/Hutschenreuther/Chronik Hutschenreuther/Hutschenreuther_Porzellan_Chronik_047.pdf, PDF-S. 6, gedruckte S. 29: „Künstler schaffen die Urform“. Vollständige Seite visuell geprüft. Nennt Klee und Veit für die erste Kollektion und setzt den Beginn der Kunstabteilung auf 1917. Das auf dieser Seite abgebildete Künstlerporträt zeigt laut Bildunterschrift Scheurich, nicht Klee; es wurde nicht als Klee-Porträt übernommen.
Porzellanikon Hohenberg, Deutsches PorzellanMuseum: Pressebildliste, Porzellan/Ausstellungen-Pressemappen-Bilder/Koenigstraum/Koenigstraumundmassenware/Kunstabteilung-Hutschenreuther/Bildunterschriften_Hutschenreuther.pdf, PDF-S. 1 vollständig visuell geprüft. Bild 9: Déjeuner, Modell 111, Fritz Klee, 1918, Kanne H. 11,3 cm, DPM Inv.-Nr. 07657/1a-b, 2, 3, 4, 5, 6, 7/94. Bild 8: Dose Modell 107, Fritz Klee, 1918, H. 11,8 cm, Sammlung Schalk-Thielmann, Inv.-Nr. 12779/1-2/98. Fotografischer Nachweis für B06: Porzellanikon Hohenberg, Deutsches PorzellanMuseum.
Gefäß- und Markenfotografien: Porzellan Version 2024/Pressemappen/Porzellan 300 Jahre Bilder PDF/gallery/klee/. Verwendete Vorlagen siehe Bildregister KL05–KL10. Vollständige Bildflächen übernommen; vorhandene Markenmontagen stammen bereits aus den JPEG-Vorlagen. Der Entwurfsstempel in porzellan0170_f_f.jpg wurde gesondert gelesen. Ein Fotografenname und eine vollständige Objektliste sind in dieser Ablage nicht gesichert.
Deckeldose, Eule und gelbe Vase: Porzellan Version 2024/Pressemappen/Porzellan 300 Jahre Bilder PDF/Porzellanbilder_05/Hutschenreuther/, Dateien deckeldose_klee.jpg, eule_klee.jpg, vase_klee.jpg. Die Dateinamen überliefern die Klee-Zuordnung; exakte Modell- und Inventarnummern fehlen. Die Bezeichnung des übergeordneten Ordners als Pressemappe ist allein noch kein konkreter Museums- oder Fotografennachweis.
Zeichnungen und Gegenprüfung der Frauenfigur: Porzellan Version 2024/Pressemappen/Porzellan 300 Jahre Bilder PDF/Bilder_Sammlung/bilder_september/. Verwendet klee_nubisch005.jpg mit Signatur 1954 und klee_nubisch006.jpg mit Signatur 1953. Die übrigen Ziffern auf den Blättern sind nicht durch ein Werkverzeichnis aufgelöst. Separat visuell geprüft: klee_nubisch004.jpg, Marke mit „Entw. K. Himmelstoss“; zugehörige Frauenfigur deshalb ausgeschlossen. Fotografen beziehungsweise Reproduktionsherkunft nicht eindeutig angegeben.
Historische Gruppenaufnahme: Porzellan Version 2024/Selb/Vortrag-AWO-Rev4/Vortrag-AWO/fritz_Klee.jpg. Klee-Zuordnung nach Fundusbeschriftung; keine belastbare Beschriftung der übrigen Personen, keine gesicherte Aufnahmedatierung und kein Fotografenname. Die archivierte Vortragsfolie wird nicht zur Primärquelle für ein genaues Schuljahr erklärt.
Ellen Mey / Porzellanikon: Onlinekatalog Hutschenreuther, Museums-PDF. Am 16.10.2026 waren biografische und modellbezogene Passagen im Suchindex nachweisbar; der direkte vollständige PDF-Abruf war nicht verfügbar. Deshalb keine Behauptung einer vollständigen neuen Kataloglektüre. Für die konkrete Bildzuordnung von Modell 111 ist die lokal vollständig geprüfte Pressebildliste KLQ06 maßgeblich; vgl. auch bestehende Museumsquellen.
Porzellanikon: „FRITZ KLEE – Ein Selber wider Willen?“, offizieller Ausstellungseintrag. Angekündigte Laufzeit 9.5.–15.11.2026; Ausstellung in Selb, mehr als 150 Objekte und benannte Leihgeber. Text am 16.10.2026 über den Suchindex ausgewertet. Keine Ausstellungsfotos von der Webseite übernommen.
Berufliches Schulzentrum Selb: Geschichte und Schulstandort sowie „Selb mal anders – Unsere Chemielaboranten erkunden die Stadt“, Beitrag 13.10.2025. Erster Text direkt, zweiter im Suchindex ausgewertet am 16.10.2026. Für Schulursprung 1909, historisches Hauptgebäude Weißenbacher Straße 60 und Bahnhof Selb Stadt, Klee als Architekt, Eröffnung 1.5.1914.
Objektvergleiche aus Auktionskatalogen: Dr. Fischer, Auktion 223, Katalog Porzellan, Nr. 741 „Deckelvase“, Klee/Hutschenreuther ab 1919, H. 28 cm. Mehlis, Auktion 123, Porzellankatalog mit Klee-Eule, Entwurf vor 1916, angebotene Ausformung mit Markendatierung 1919–1928. Beide Beschreibungen am 16.10.2026 im Suchindex ausgewertet. Die Angaben betreffen Vergleichsobjekte; Maße und Markendatierungen werden nicht ungeprüft auf die Archivfotos übertragen. Preise und Verkaufsbewertungen sind nicht Gegenstand des Artikels.
Die neuen WebP-Dateien bewahren die vollständigen Bildflächen der JPEG-Vorlagen. Vorhandene Markenmontagen, Beschriftungen und Altersspuren bleiben sichtbar. Die ursprünglichen Auflösungen werden beibehalten; es wurden keine Bilddetails künstlich ergänzt. Die Zuordnung eines dargestellten Werks ist von der Urheberschaft am Foto zu unterscheiden.
| Kennung | Originaldatei | Herkunft / Beleg |
|---|---|---|
| KL01 | fritz_Klee.jpg | Selber Vortragsbestand; KLQ10 |
| KL02 | deckeldose_klee.jpg | Hutschenreuther-Bildsammlung; KLQ08 |
| KL03 | vase_klee.jpg | Hutschenreuther-Bildsammlung; KLQ08 |
| KL04 | eule_klee.jpg | Hutschenreuther-Bildsammlung; KLQ08, Vergleich KLQ14 |
| KL05 | porzellan0126_f_f.jpg | Klee-Galerie; KLQ07, Vergleich KLQ14 |
| KL06 | porzellan0143_f_f.jpg | Klee-Galerie; KLQ07 |
| KL07 | porzellan0146_f_f.jpg | Klee-Galerie und frühere Webseite; KLQ07, KLQ04 |
| KL08 | porzellan0169_f_f.jpg | Klee-Galerie; KLQ07 |
| KL09 | porzellan0170_f_f.jpg | Klee-Galerie, lesbarer Entwurfsstempel; KLQ07 |
| KL10 | porzellan0178_f_f.jpg | Klee-Galerie; KLQ07 |
| KL11 | klee_nubisch005.jpg | Zeichnung signiert 1954; KLQ09 |
| KL12 | klee_nubisch006.jpg | Zeichnung signiert 1953; KLQ09 |
| B06 | bestehende Museumsbilddatei | Porzellanikon Hohenberg, Deutsches PorzellanMuseum; KLQ06 |
Sammlungsherkunft der lokalen Vorlagen: Stefan Strößenreuther. Für B06 gilt der ausdrücklich genannte Museumsnachweis. Unbekannte Fotografennamen werden nicht durch den Sammlernamen ersetzt. Der gemeinsame Bild- und Nutzungshinweis des Wikis gilt ergänzend; Rechte Dritter und gesetzliche Erlaubnisse bleiben unberührt.
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Der ausführliche Artikel über Lokschuppen und Eisenbahn ordnet Klees Empfangsgebäude in den Bahnhofsumzug und die Eröffnung der Holenbrunner Lokalbahn am 1. Mai 1914 ein. Eine historische Ansicht ergänzt die Geschichte der Werksanschlüsse und des heutigen Museums.