Bahnhöfe, Werksanschlüsse und die Bewahrung der Industriekultur
Die Eisenbahn war für Selb weit mehr als ein Verkehrsmittel für Reisende. Sie brachte Brennstoff und Rohstoffe in die Porzellanstadt, verband die Fabriken mit ihren Absatzmärkten und prägte neue Gewerbe- und Wohngebiete. Der Lokschuppen am Bahnhof Selb Stadt bewahrt einen Teil dieser Geschichte. Gebäude, Drehscheibe und Fahrzeuge erschließen das Zusammenspiel von öffentlicher Bahn, privaten Werksanschlüssen und industrieller Arbeit. Der Download-Fundus ergänzt die schriftliche Überlieferung durch historische Ansichten, Farbfotografien und mehrere Schwarzweißserien. (LSQ01, LSQ02)
Der Artikel enthält 13 kommentierte Abbildungen. Er unterscheidet den ersten Lokschuppen von 1893/94 beim früheren Bahnhof Selb Untere Stadt vom heutigen Museumsstandort, der 1914 zusammen mit dem neuen Bahnhof in Betrieb ging. LS01–LS14 sind redaktionelle Bildkennungen. Redaktionsstand: 16. Oktober 2026.
LS01 · Lokschuppen und Drehscheibe. Museumsansicht mit vier Toren und vorgelagertem Gleisfächer, aus dem Ordner „Eisenbahn 2008“. LSQ19.
Am 1. November 1865 wurde der Betrieb auf der Verbindung von Hof beziehungsweise Oberkotzau über Rehau und Schönwald nach Eger aufgenommen. Die Strecke führte über Selb-Plößberg, Asch und Franzensbad. Der Bahnhof im heutigen Ortsteil Selb-Plößberg lag etwa drei Kilometer vom Stadtkern entfernt. Selb erhielt damit einen Zugang zum überregionalen Eisenbahnnetz, aber zunächst keinen Bahnhof unmittelbar an den meisten städtischen Fabriken. (LSQ01, S. 1; LSQ02)
Die Bezeichnung „Pachtbahn“ verweist auf die besondere Entstehungs- und Betriebsform der Hof-Egerer Verbindung. Der lokale Rückblick beschreibt einen von den beteiligten Städten angestoßenen Bahnbau, dessen Betrieb der Königlich Bayerischen Staatsbahn überlassen wurde. Für Selb war vor allem das Ergebnis entscheidend: größere Mengen konnten verlässlicher und über weitere Entfernungen befördert werden als ausschließlich auf der Straße. Der Weg zwischen Bahnhof und Stadt blieb jedoch zunächst Sache der Fuhrwerke.
Die zeitliche Reihenfolge ist wichtig. Lorenz Hutschenreuther hatte seine Selber Fabrik bereits 1857 gegründet, also vor der Bahneröffnung. Die Eisenbahn war nicht der einzige Auslöser der Porzellanindustrie; sie wurde zu einer wesentlichen Voraussetzung ihres weiteren Wachstums. Kohle, keramische Rohstoffe, Verpackungsmaterial und fertige Waren verbanden die Fabriken mit einem weit über Selb hinausreichenden Wirtschaftsraum. (LSQ01; Hutschenreuther im Wiki)
In Bahnhofsnähe entstand die mit Jakob Zeidler verbundene Porzellanfabrik, die später zum Rosenthal-Komplex gehörte. Die lokale Webseitensicherung beschreibt ihre Erweiterung und den Bau von Arbeiterwohnungen auf der anderen Seite der Bahnlinie. Produktion, Wohnraum und Verkehr entwickelten sich hier in enger Nachbarschaft. Eine historische Luftaufnahme im Fundus macht diese räumliche Beziehung anschaulich: Fabrikgebäude, Schornsteine, Gleisfeld und Wohnhäuser erscheinen innerhalb eines zusammenhängenden Ortes. (LSQ03, LSQ04)
LS03 · Selb-Plößberg aus der Luft. Fabrik, Gleise und Wohnhäuser in historischer Ansicht. Original: 328293Selb_Ploessberg001.jpg. LSQ04.
Diese Verbindung lässt sich heute auch am Porzellanikon Selb ablesen, das Teile des früheren Industriekomplexes nutzt. Eisenbahngeschichte und Porzellangeschichte begegnen sich deshalb nicht nur bei den Lokomotiven. Sie stecken ebenso in der Lage von Fabriken, im Ausbau von Siedlungen und in der späteren Umnutzung von Industriegebäuden. Der Porzellanikon-Artikel behandelt die Museumsgeschichte ausführlicher.
Der Abstand zwischen Fabriken und Bahnstation blieb ein wirtschaftlicher Nachteil. Die Stichstrecke von Selb-Plößberg nach Selb Untere Stadt wurde am 25. Oktober 1894 eröffnet. Sie führte die Bahn in das Selber Becken hinunter. Der Endbahnhof befand sich im Bereich des heutigen Grafenmühlwegs beziehungsweise der späteren Oberrealschule. An diesem ersten städtischen Endpunkt wurden die für den Betrieb notwendigen Anlagen geschaffen. (LSQ01, S. 1)
Dazu gehörte ein zweiständiges Maschinenhaus mit Wohnanbau, errichtet 1893/94. Die Vereinsgeschichte beschreibt einen aus Bruchstein gemauerten Bau mit vorgelagerten Anlagen zur Lokbehandlung. Dieses Gebäude ist der erste Selber Lokschuppen. Es ist nicht das gelbe, vierständige Gebäude mit Drehscheibe, das auf vielen neueren Museumsfotos erscheint. (LSQ05)
Die neue Strecke erschloss zugleich industrielle Anschlüsse. Für Hutschenreuther wurde die Verbindung in Richtung Ludwigsmühle, der späteren Abteilung A, wichtig. So entwickelte sich aus der Anbindung eines Endbahnhofs ein Netz weiterer Transportwege. Der Schienenverkehr führte nicht mehr nur bis an den Rand des Wirtschaftsstandorts, sondern näher an Lagerplätze, Brennhäuser und Versandabteilungen heran. Das verringerte die zusätzlichen Straßenwege, erforderte aber Rangierarbeit und eine immer aufwendigere Gleisorganisation. (LSQ01, S. 1 und 4)
Mit wachsendem Verkehrsaufkommen genügte die erste Lösung nicht mehr. Die Lokalbahn nach Holenbrunn, dem Anschluss an die Strecke Hof–Marktredwitz, eröffnete eine Verbindung in südlicher Richtung. Sie ging am 1. Mai 1914 in Betrieb. Gleichzeitig wurde die Bahnhofsanlage in den Norden der Stadt verlegt. Das neue Selb Stadt übernahm Personen- und Güterverkehr in deutlich größerem Umfang. (LSQ01, S. 2; LSQ06)
Die Strecke führte über den Raum Unterweißenbach, Schwarzenhammer und Thiersheim nach Holenbrunn. Sie verband die Stadt mit weiteren Orten des Sechsämterlands und dem südlich anschließenden Hauptbahnnetz. Die ehemalige Trasse zur unteren Stadt verlor ihre bisherige Funktion; Teile gingen in den industriellen Anschlussverkehr ein. In der Stadtlandschaft überlagerten sich damit alte Verkehrswege und neue Anforderungen. (LSQ01, LSQ07)
LS02 · Bahnhof Selb Stadt. Historische kolorierte Ansicht. Original: bahnhof005.jpg. LSQ04.
Das repräsentative Empfangsgebäude entwarf Fritz Klee. Seine Rolle verbindet Bahn- und Porzellangeschichte besonders unmittelbar: Klee leitete die Selber Fachschule und arbeitete für die keramische Industrie, wirkte aber auch als Architekt im Stadtbild. Das Bahnhofsgebäude stellte einen öffentlichen Zugang zur Industriestadt dar. Fassadengliederung, Eingangsbereich, Fenster und Dach geben ihm einen anderen Maßstab als einem bloßen technischen Nebengebäude. (LSQ08; Fritz Klee im Wiki)
Die historische Ansicht dokumentiert einen früheren Zustand des Empfangsgebäudes. Eine lückenlose Bauchronik sämtlicher An- und Umbauten lässt sich daraus nicht gewinnen. Der genaue Aufnahmezeitpunkt der alten Ansicht ist in der ausgewerteten Ablage nicht gesichert.
Am westlichen Ende des neuen Bahnhofs entstand 1914 ein zunächst dreiständiger Lokschuppen. Ein vierter Stand kam um 1918/19 hinzu. Die aktuelle Vereinsdarstellung nennt für die Drehscheibe zunächst 7,5 Meter, dann eine Erweiterung auf 12 Meter und 1931 auf 16 Meter. Der ältere Archivtext setzt dagegen bereits am Anfang zwölf Meter an. Für die Ausbauschritte folgt dieser Artikel der differenzierteren Vereinsdarstellung; die abweichende ältere Angabe bleibt im Quellenvergleich erkennbar. (LSQ01, S. 3; LSQ07)
LS05 · Drehscheibe mit abzweigenden Gleisen. Brücke und Grube im Museumsensemble. Original: IMG_3548.JPG. LSQ19.
Eine Drehscheibe verteilte Lokomotiven auf die fächerförmig angeordneten Schuppengleise. Der Lokschuppen bot geschützte Plätze für Wartung und Abstellung. Dazu kamen Wasserkran, Gruben, Einrichtungen für Brennstoff und weitere Arbeitsplätze. Am Standort wurden nicht nur Fahrzeuge untergestellt: Betriebsmittel mussten geprüft, ergänzt und für den nächsten Einsatz vorbereitet werden. Anbau und Nebenräume dienten Werkstatt, Verwaltung, Aufenthalt und Übernachtung des Personals. (LSQ01, S. 3)
Die Anlage war organisatorisch eine Außenstelle des Bahnbetriebswerks Hof, kein von Hof unabhängiges großes Betriebswerk. Hier hielten sich unter anderem Lokomotiven für frühe Züge, für die Holenbrunner Strecke und für den Rangierdienst auf. Die Kombination aus Verkehrsstation und Werkstattort macht den historischen Wert des Ensembles aus. Ein einzelnes gerettetes Fahrzeug könnte diese räumlichen Zusammenhänge nur teilweise vermitteln.
Der Selber Bahnhof verfügte über mehrere Personen-, Lade- und Abstellgleise. Der lokale Rückblick nennt sechs Bahnhofsgleise und einen zusätzlichen Güterbereich mit Rampen, Waage, Lademaß und Kran. Die Anlage diente unterschiedlichen Branchen. Nicht jeder Wagen auf einem Selber Gütergleis gehörte der Porzellanindustrie; auch Holz, Stein, Papier, Brennstoffe und andere Güter wurden befördert. (LSQ01, S. 2)
Rangieren bedeutete, Wagen aus ankommenden Zügen zu lösen, nach Zielanschlüssen zu ordnen und an Ladestellen zu verteilen. Dazu gehörten Abstimmung, körperliche Arbeit und genaue Ortskenntnis. Der Fahrplan des Personenverkehrs zeigt daher nur einen Teil des damaligen Betriebs. Für die Fabriken waren die Übergabe von Güterwagen und die regelmäßige Bedienung ihrer Anschlüsse ebenso wichtig.
Das östliche Industriebahnnetz entwickelte sich aus der Verbindung zur Ludwigsmühle. Die örtliche Darstellung beschreibt eine öffentliche Ladestelle für Stein und Holz und einen weiterführenden Fabrikanschluss, der über eine Spitzkehre den Werkshof erreichte. Dort dienten Gleise der Kohlenentladung und dem Warenversand. Eine Spitzkehre erklärt sich aus der Aufgabe, innerhalb enger räumlicher Verhältnisse Richtung und Höhenlage zu überwinden; sie ist ein Hinweis auf die Anpassung des Bahnbaus an die gewachsene Stadt. (LSQ01, S. 4)
Werk B besaß ebenfalls einen Anschluss. Die Verbindung von Brennstoffversorgung und Versand zeigt den doppelten Nutzen der Bahn: Sie brachte das Material für die Herstellung und führte die Erzeugnisse in den Handel. Die Bahnanschlüsse werden damit Teil der Fabrikgeschichte, auch wenn an späteren Arbeits- oder Kunstabteilungsfotos keine Schiene sichtbar ist. Der Hutschenreuther-Überblick und die Werksgeschichte ergänzen diesen Zusammenhang.
Für Rosenthal schildert der Archivtext mehrere Weichen im Fabrikhof, zusätzliche Abstellmöglichkeiten zwischen den benachbarten Fabriken und einen eigenen Werkslokschuppen nahe der Verbindung zwischen Erkersreuth und Selb-Nord. Später übernahm die Bundesbahn Rangieraufgaben. Der Werkslokschuppen wurde danach als Lager genutzt und laut örtlicher Darstellung 1995 abgebrochen. Die Aufgabe einzelner Gebäude und die Aufgabe des Bahnanschlusses waren also getrennte Vorgänge. (LSQ01, S. 4)
Das Fabrikgelände war Teil eines größeren Transportverbunds. Ein Betrieb konnte Wagen übernehmen, sie innerhalb seines Geländes bewegen und nach Beladung wieder an die öffentliche Bahn abgeben. Deshalb müssen Werkslok, Anschlussgleis und Staatsbahn-Lokomotive unterschieden werden. Ein im Lokschuppen erhaltenes Fahrzeug trägt nicht allein deshalb eine Hutschenreuther- oder Rosenthal-Provenienz, weil es heute in Selb steht.
Die Porzellanfabrik Heinrich & Co. erhielt mit der Holenbrunner Bahn einen Anschluss im Westen der Stadt. Eine feuerlose Dampfspeicherlok bewegte die Wagen innerhalb des Werks. Der lokale Rückblick nennt außerdem Lade- und Abstellgleise sowie eine Wagendrehscheibe. Später übernahm eine kleine Diesellokomotive die Arbeit. Der Anschluss wurde 1977 aufgegeben; die Diesellok gelangte in die Sammlung des MuEC. (LSQ01, S. 4; LSQ09)
LS06 · „Heinrich-Bockel“. Kleine Diesellok mit dem Schild „Heinrich Porzellan“. Original: IMG_3534.JPG. LSQ09.
Das Fahrzeug ist als „Heinrich Bockel“ beziehungsweise mundartlich „Hare-Bockl“ bekannt. Die Vereinsdaten nennen Gmeinder & Co., Fabriknummer 4552, Baujahr 1948, und den Übergang in den Vereinsbestand im September 1977. Das Baujahr wird von der betrieblichen Abnahme und dem ersten Einsatz unterschieden. Gerade diese kleine Maschine macht den alltäglichen innerbetrieblichen Transport sichtbar. (LSQ09)
Die Heinrich-Unternehmensgeschichte behandelt Fabrik, Familie und Erzeugnisse ausführlicher. Der Lokschuppen ergänzt sie um ein erhaltenes Arbeitsmittel. Porzellangeschichte besteht hier zugleich aus Formen und Dekoren, aus den Arbeitsgängen im Werk und aus der Beförderung schwerer Wagen.
Paul Müller nutzte nach der örtlichen Darstellung die Ladestelle am Oberen Markt; auch Kohlenhändler waren dort tätig. Weitere Anschlüsse bestanden zu Energieversorgung, Granitverarbeitung, Schlachthof und Maschinenbau. Das Eisenbahnnetz erschloss damit einen industriellen Zusammenhang, der über die Porzellanfabriken hinausreichte. Die Glasnachfolge am früheren Krautheim-Standort gehört ebenfalls in diese Transportgeschichte. (LSQ01, S. 2–4)
Bei der späteren Museumssammlung erweitert sich der Blick über Selb hinaus. Das im Fundus fotografierte Fahrzeug „Zeh-Scherzer“ stammt aus dem Rehauer Zusammenhang. Seine Objektbeschriftung nennt einen frühen elektrischen Werksbetrieb, AEG, Baujahr 1902, Fabriknummer 173, und die Weitergabe über einen Händler an die Porzellanfabrik. Damit ist ein konkreter Bezug zur regionalen Keramikindustrie gegeben. (LSQ10)
LS07 · Elektrolok von Zeh-Scherzer aus Rehau. Zuordnung nach dem Museumsschild in IMG_3563.JPG. Original: IMG_3566.JPG. LSQ10.
Die Zuordnung folgt den fotografierten Museumsschildern, nicht der späteren Benennung einer verkleinerten Bilddatei. Im Fundus heißt eine Variante desselben Motivs eisenbahn-scherzer.jpg, während andere Eisenbahnbilder Namen tragen, die nicht immer zum sichtbaren Ausstellungsobjekt passen. Eine Dateibenennung ersetzt deshalb nicht den Abgleich mit dem Fahrzeug. Zeh, Scherzer & Co. im Wiki.
Die Verbindung von Bahn und Porzellan erschließt der neue Artikel über die Fabrik Rosenthal Selb-Plößberg / Bahnhof Selb. Historische Ansichten zeigen Gleise und Werk; ein Geschäftsbrief vom 2. Dezember 1953 nennt den Modelltransport im Waggon G 59652 zur Station Selb-Plößberg.
Für Betriebe ohne unmittelbar nutzbaren Gleisanschluss gab es eine besondere Lösung: Straßenroller nahmen ganze Güterwagen auf und brachten sie mit einer Zugmaschine über die Straße zum Empfänger. In Selb wurde dieses Verfahren nach seinem Konstruktionszusammenhang häufig „Culemeyer“ genannt. Der Archivtext beschreibt Verladeanlagen im Güterbahnhof, zunächst für die Papiermühle und später unter anderem für Bohemia Cristal am früheren Krautheim-Standort. (LSQ01, S. 2)
Damit griffen Schienen- und Straßenverkehr unmittelbar ineinander. Die Schiene brachte den Wagen über eine größere Entfernung; das Straßenfahrzeug übernahm den letzten Abschnitt. Das war aufwendiger als ein direkter Anschluss, ersparte aber das Umladen jeder einzelnen Sendung auf kleinere Straßenfahrzeuge. Die örtliche Darstellung nennt 1995 als Ende des Selber Straßenrollerbetriebs. Eine Aufnahme eines solchen Transports wurde aus den geprüften Bildgruppen nicht sicher identifiziert und wird deshalb nicht durch ein nur ähnlich wirkendes Museumsfahrzeug ersetzt. (LSQ06)
Der Bahnbetrieb erforderte eine sichere Abstimmung von Fahrwegen und Rangierbewegungen. Der lokale Rückblick datiert die Einrichtung des Gleisbildstellwerks Sf auf 1952. Am anderen Ende der ausgedehnten Anlage bestand So, Selb Ost, als Zustimmungsstellwerk. Die Abkürzung Sf verweist auf den Selber Fahrdienstleiter. Weil die Gleise in einem lang gezogenen Bogen lagen, waren Übersicht und Zuständigkeit eine konkrete betriebliche Aufgabe. (LSQ01, S. 3)
Die im Archivtext behauptete deutschlandweite Erststellung einer bestimmten Stellwerksbauart wird hier nicht ungeprüft weitergeführt. Belastbar für die Ortsgeschichte ist die dokumentierte Modernisierung der Weichen- und Fahrwegsteuerung. Nach dem Ende des Stellwerksbetriebs 1985 wurden wieder handbediente Weichen genutzt. Das Gebäude So wurde 1994 abgetragen; die örtliche Darstellung berichtet, dass der Verein Teile seiner Technik bewahrte. Gebäudeerhalt und Erhalt technischer Inneneinrichtung können damit unterschiedliche Wege nehmen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der Lokschuppen in Betrieb. Die Vereinsgeschichte berichtet außerdem von der zeitweiligen Unterbringung Heimatvertriebener im Wohnanbau. Später traten Dieseltriebwagen, Schienenbusse und Diesellokomotiven neben die älteren Dampflokomotiven. V 60, V 100 und Kleinlokomotiven stehen für diesen technischen Wandel. Dazu gehörte auch die Einrichtung einer Dieseltankstelle. (LSQ11)
Der Wandel war im Arbeitsalltag spürbar. Wasserfassen, Bekohlung und die Behandlung einer Dampflok unterschieden sich von den Aufgaben an einem Dieselfahrzeug. Zugleich blieb der Kern der Transportaufgabe bestehen: Güterwagen mussten zu den Fabriken gelangen und Personenzüge fahrplanmäßig verkehren. Die zunehmende Verdieselung bedeutete daher zunächst eine andere Technik und Organisation, nicht automatisch das Ende der Bahn in Selb.
Der Verlust der Güterverkehrsanlagen erfolgte in Etappen. Die Flügelbahn zur Ludwigsmühle wurde laut örtlicher Darstellung 1971 aufgegeben. 1977 endete der Heinrich-Anschluss. Der Archivtext nennt Mai 1986 für den Abbruch der Rosenthal- und Hutschenreuther-Anschlüsse nach Aufgabe der Bahnverladung. Für den Personenverkehr nach Holenbrunn nennt die städtische Darstellung ebenfalls 1986, während sie die formale Stilllegung 1993/94 einordnet. Diese Daten betreffen unterschiedliche Verkehrsarten und Anlagen. (LSQ01, S. 3–4; LSQ08)
Ein weiterer großer Einschnitt war der Rückbau 1996. Die Archivdarstellung nennt den 11. November 1996 als Beginn des Abbaus vieler Bahnhofs- und Gütergleise. Auch der zuletzt verbliebene Anschluss der Maschinenfabrik Netzsch verschwand. Die frühere Funktion als örtlicher Verteilbahnhof für zahlreiche Industrieanschlüsse ging weitgehend verloren. Der fortbestehende Personenverkehr in Richtung Selb-Plößberg und Hof muss davon getrennt werden. (LSQ01, S. 3–4)
Der pessimistische Schlusssatz des älteren Textes, der die Selber Eisenbahngeschichte nahezu beendet sieht, wird deshalb nicht als heutige Zustandsbeschreibung übernommen. Der Lokschuppen wurde erhalten; Personenverkehr blieb bestehen; später kam die grenzüberschreitende Verbindung hinzu. Rückbau und Neubeginn gehören beide zur Geschichte.
Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 wurde der regelmäßige Personenverkehr über den Lückenschluss Selb-Plößberg–Aš wieder aufgenommen. Die offizielle bayerische Mitteilung nennt dies als Wiederherstellung direkter Fahrten zwischen Hof und Eger/Cheb. Der Festakt fand bereits am 7. Dezember statt; Feier und regulärer Betriebsbeginn sind zwei verschiedene Termine. (LSQ12)
Diese Reaktivierung betrifft nicht die ehemalige Holenbrunner Strecke und auch keine Wiedereröffnung der früheren Selber Fabrikanschlüsse. Sie zeigt aber, dass die räumliche Grenzlage der Stadt erneut eine andere verkehrliche Bedeutung erhielt. Für aktuelle Verbindungen und vorübergehende Fahrplanänderungen sind die Betreiberinformationen maßgeblich; die historischen Museumsaufnahmen zeigen keine heutigen Fahrplanleistungen.
Der Modell- und Eisenbahn-Club Selb/Rehau e.V., kurz MuEC, entstand 1973. Die Vereinsdarstellung schildert den Übergang von Treffen und Modelleisenbahn zur Erhaltung großer Originalfahrzeuge. Die Übernahme der Heinrich-Lok 1977, der Dampflok 64 019 im Jahr 1979 und weiterer Wagen erweiterte die Aufgaben um Pflege, Reparatur und Präsentation. (LSQ13)
Die Anlage wurde ab 1976 teilweise, ab 1981 vollständig gepachtet. Beim späteren Erwerb unterscheiden sich die Formulierungen: Die Vereinsgeschichte nennt 2002 als Gelegenheit zum Kauf, die städtische Darstellung Anfang 2003 als Erwerb. Diese Angaben werden als aufeinander bezogene, aber nicht taggenau belegte Schritte wiedergegeben. Seit 2005 beschreibt der Verein eine umfangreiche Sanierung. (LSQ08, LSQ14)
Nach dem Museumskonzept steht die Verbindung von regionaler Industrialisierung, Eisenbahn und Werksbahnen im Mittelpunkt. Das erklärt die Auswahl: Nicht nur besonders große Dampflokomotiven, sondern auch kleine Industrieloks, Wagen und Einrichtungen des alltäglichen Betriebs sind sammlungswürdig. Der erhaltene Standort mit Schuppen, Drehscheibe und Stellwerk ist dabei selbst ein wesentliches Ausstellungsstück. (LSQ15)
LS08 · Kesselwagen mit Shell-Schriftzug. Wagen im Museumsbestand. Original: IMG_3582.JPG. LSQ19.
Eine wichtige weitere Station dokumentiert der Bericht der Nürnberger Eisenbahnfreunde über ihren Besuch am 20. April 2024: Er beschreibt die Aufnahme des Eisenbahnbetriebs auf dem Vereinsgelände und Mitfahrmöglichkeiten mit der aufgearbeiteten Kleinlok „Kirchenlamitz“. Das betrifft Fahrten innerhalb des Vereinsgeländes, nicht die Wiederherstellung des früheren öffentlichen Güterbahnhofs. Die aktuelle Vereinsstartseite verweist außerdem auf den Ausbau durch eine Präsentations- und Depothalle. Das Projekt wird hier als angekündigter beziehungsweise dokumentierter Ausbau geführt, nicht als ohne weitere Prüfung fertiggestellter Neubau. (LSQ16, LSQ17)
Die 64 019 ist eines der auffälligsten Exponate. Das fotografierte Museumsschild und die Vereinsdarstellung nennen Henschel, Fabriknummer 20 731, Baujahr 1927. 1979 gelangte sie nach Selb; die ehrenamtliche Restaurierung führte 1989 zur öffentlichen Präsentation in neuer Lackierung. Die Vereinsdarstellung unterscheidet ihre Rollfähigkeit von einem selbstständigen Dampfbetrieb. (LSQ18, LSQ10)
LS09 · Dampflok 64 019 im Museum. Schwarzer Aufbau und rotes Fahrwerk. Original: IMG_3533.JPG. LSQ18.
Die erhaltene Lok vermittelt Bauweise und Größenverhältnisse einer Nebenbahnlokomotive. Ihr Standort im Museum beweist jedoch nicht, dass genau dieses Fahrzeug in jedem früheren Zeitabschnitt den Selber Verkehr bestritt. Eine konkrete Einsatzgeschichte benötigt Stationierungs- und Betriebsunterlagen. Die im allgemeinen Eisenbahnbestand vorhandenen Betriebsbücher anderer Maschinen werden nicht allein wegen ihres Ordners zu Belegen für Selber Einsätze erklärt.
LS10 · Führerstand einer Dampflok. Armaturen und Feuerungsbereich. Original: IMG_3537.JPG. LSQ19.
Der Führerstand ergänzt die Außenansicht um den Arbeitsplatz. Rohrleitungen, Armaturen, Hebel und die Feuerung verweisen auf das Zusammenwirken von Lokführer und Heizer. Die Aufnahme zeigt einen musealen Zustand, keinen fotografierten Personaleinsatz während einer regulären Zugfahrt. Namen früherer Besatzungen sind daraus nicht ablesbar.
Zwei Ordner unter „Fotos Adobe Seiten“ heißen fast gleich: „Lokschuppen“ und „Lockschuppen“. Trotz identischer Nummern bezeichnen ihre Dateien unterschiedliche Motive. Lokschuppen-200.jpg im ersten Ordner zeigt ein Fahrzeugdetail; die gleichnamige Datei im zweiten eine Landschaft. Eine nur auf Dateinamen gestützte Zusammenführung würde Bilder falsch zuordnen. Die Auswahl bewahrt deshalb die vollständigen Herkunftspfade. (LSQ19)
LS11 · Dampflok im Schnee. Schwarzweißaufnahme. Original: Fotos Adobe Seiten/Lokschuppen/Lokschuppen-205.jpg. LSQ19.
Das Wintermotiv verbindet die dunkle Lokomotive mit den hellen Schneeflächen auf Rahmen und Anbauteilen. Es lässt die plastische Form hervortreten und vermittelt zugleich, dass abgestellte Fahrzeuge der Witterung ausgesetzt sein können. Aus einer Schneedecke lassen sich weder eine genaue Aufnahmewoche noch ein bestimmter Betriebszustand ableiten.
LS12 · Gehäuse- und Leitungsdetail einer Lokomotive. Original: Fotos Adobe Seiten/Lokschuppen/Lokschuppen-200.jpg. LSQ19.
Die Detailaufnahme lenkt den Blick auf Gehäuse, Öffnungen, Leitungen und Oberflächen. Sie ergänzt das Gesamtbild um die materielle Seite der Technik. Solche Ausschnitte sind besonders als kommentierte Bildfolge sinnvoll: Sie zeigen Einzelheiten, die auf einer Übersicht kaum erkennbar wären, dürfen aber nicht ohne weiteren Beleg mit einer präzisen Bauteil- oder Fahrzeugnummer versehen werden.
LS13 · Lokschuppen und Gleisfächer in Schwarzweiß. Original: Fotos Adobe Seiten/Lockschuppen/Lokschuppen-218.jpg. LSQ19.
Die Schwarzweißansicht des Schuppens macht die Beziehung von Gebäude und Gleisen sichtbar. Die fächerförmige Anlage leitet auf die Tore zu; die Drehscheibe bildet den gemeinsamen Knotenpunkt. Das Motiv ergänzt die farbige Eingangsaufnahme des Artikels. Unterschiede im Aussehen einzelner Fahrzeuge und Bauteile sind Momentaufnahmen verschiedener Zustände, kein vollständiger Nachweis einer abgeschlossenen Sanierungsfolge.
LS14 · Historischer Güterwagen. Original: Fotos Adobe Seiten/Lockschuppen/Lokschuppen-221.jpg. LSQ19.
Der alte Güterwagen steht für einen häufig weniger beachteten Teil der Sammlung. Wagenkästen, Türen und Fahrwerke gehören ebenso zur Transportgeschichte wie Lokomotiven. Sichtbare Alterung macht den Erhaltungsaufwand anschaulich. Der Zustand auf dem Archivbild wird nicht als aktuelle Zustandsbewertung des Fahrzeugs im Jahr 2026 ausgegeben.
Die ältere eigene Webseitensicherung bezeichnet ihre Lokschuppenserie ausdrücklich als Aufnahmen mit Nikon F6 und Ilford HP5+. Diese Angabe bezieht sich auf die dort gezeigte Serie. Sie wird nicht pauschal auf alle ähnlich benannten Adobe-Dateien übertragen. Ebenso sind deren Bearbeitungsdaten von 2020 keine gesicherten historischen Aufnahmedaten. (LSQ20)
| Zeit | Entwicklung und Nachweis |
|---|---|
| 1857 | Gründung der Selber Fabrik Lorenz Hutschenreuthers, vor dem Bahnanschluss. LSQ01 |
| 1. November 1865 | Betriebsaufnahme der Hof-Egerer Verbindung über Selb-Plößberg. LSQ01/02 |
| 1893/94 | Bau des ersten zweiständigen Selber Lokschuppens. LSQ05 |
| 25. Oktober 1894 | Stichstrecke nach Selb Untere Stadt; Ausbau der industriellen Anbindung. LSQ01 |
| 1. Mai 1914 | Eröffnung der Holenbrunner Lokalbahn, neuer Bahnhof Selb Stadt und neuer Lokschuppen. LSQ06/07 |
| Um 1918/19 | Erweiterung auf vier Lokstände. LSQ07 |
| 1931 | Drehscheibe auf 16 Meter erweitert. LSQ07 |
| 1948 | Baujahr der Gmeinder-Werkslok von Heinrich laut Vereinsdaten. LSQ09 |
| 1952 | Modernisierung durch das Stellwerk Sf und elektrische Weichenantriebe nach Archivdarstellung. LSQ01 |
| Nach 1945 / 1950er–60er Jahre | Übergang von Dampf- zu Dieseltriebfahrzeugen. LSQ11 |
| 1971 | Aufgabe der Flügelbahn zur Ludwigsmühle. LSQ01 |
| 1973 | Entstehung des Modell- und Eisenbahnclubs. LSQ13 |
| 1976 | Beginn der teilweisen Anmietung des Lokschuppens. LSQ08/14 |
| September 1977 | Heinrich-Lok im Vereinsbestand; Ende des Werkanschlusses. LSQ09, LSQ01 |
| 1979 | Überführung und Beginn der Restaurierung von 64 019 in Selb. LSQ18 |
| 1981 | Vollständige Pachtung der Anlage nach städtischer Darstellung. LSQ08 |
| 1985 | Ende des Stellwerksbetriebs und erheblicher Gleisrückbau nach Archivdarstellung. LSQ01 |
| 1986 | Ende des Personenverkehrs nach Holenbrunn; Aufgabe weiterer Fabrikanschlüsse. LSQ08, LSQ01 |
| 1989 | 64 019 nach Restaurierung öffentlich neu präsentiert. LSQ18 |
| 1993/94 | Formale Stilllegungsphase der Holenbrunner Verbindung nach städtischer Darstellung. LSQ08 |
| 1995 | Ende des Straßenrollerbetriebs; Abbruch des früheren Rosenthal-Werkslokschuppens. LSQ06, LSQ01 |
| November 1996 | Weiterer Abbau von Bahnhofs- und Anschlussgleisen. LSQ01 |
| 2002 / Anfang 2003 | Kaufmöglichkeit beziehungsweise Erwerb des Museumsareals nach unterschiedlichen Darstellungen. LSQ14/08 |
| Seit 2005 | Sanierung und Weiterentwicklung des Lokschuppen-Ensembles. LSQ14 |
| 13. Dezember 2015 | Regelmäßiger Personenverkehr über Selb-Plößberg nach Aš wieder aufgenommen. LSQ12 |
| 20. April 2024 | Berichtete Aufnahme des Eisenbahnbetriebs auf dem Vereinsgelände. LSQ16 |
Der umfangreiche lokale Bahntext liegt als fünfseitige Web-PDF und als RTF im Buchprojekt vor. Die Fassungen stimmen in großen Teilen überein. Sie werden nicht als zwei unabhängig recherchierte Bestätigungen gezählt. Die PDF bewahrt einen Webseitenstand mit Änderungsvermerk vom 25. März 2011; zahlreiche Formulierungen beschreiben deshalb den damaligen Zustand oder eine noch frühere Rückschau. (LSQ01, LSQ02)
Einige Angaben weichen von den heute zugänglichen Vereinsseiten ab. Dazu gehören 1.090 beziehungsweise etwa 700 Meter für die Ausdehnung der Bahnhofsanlage und die anfängliche Größe der Drehscheibe. Eine historische Gesamtlänge lässt sich aus einem einzelnen Foto nicht entscheiden. Hier wird deshalb keine scheingenau vermessene Gleisanlage behauptet. Für den Ablauf des Drehscheibenausbaus wird die neuere, in sich gestufte Vereinsdarstellung verwendet.
Die Bilder sind ebenfalls unterschiedlich zu bewerten. Historische Ansichten dokumentieren frühere Zustände, Fotografien des Museums spätere Präsentationen. Bei digitalen Dateien kann ein EXIF-Bearbeitungsdatum die Bearbeitung oder Speicherung bezeichnen. Es wird nicht automatisch zum Aufnahmedatum. Die Ordner „Zoellner-Lokschuppen“ und „Lokschuppen-Regenbogen-Selb“ enthalten außerdem zahlreiche Motive anderer Themen; ihr gesamter Inhalt wird nicht als reine Eisenbahnserie ausgegeben.
Weiterführende Forschungsfragen betreffen genaue Wagenmengen, die Entwicklung einzelner Anschlussverträge, Arbeitsabläufe des Personals und die vollständige Geschichte der Grenzstrecke. Dafür wären unter anderem Gleispläne, Fracht- und Betriebsakten sowie datierte Erinnerungsberichte auszuwerten. Die hier erschlossenen Bestände bilden bereits einen umfangreichen Einstieg und verbinden die technische Anlage mit der Entwicklung der Industriestadt.
Lokale Fundstellen sind relativ zu Downloads angegeben. Onlinequellen wurden am 16. Oktober 2026 herangezogen. Interne Archivpfade sind Herkunftsnachweise, keine öffentlichen Downloadangebote.
„Lokschuppen Selb.pdf“, Porzellan Version 2024/Pressemappen/Internet/Kultur Selb/, fünf PDF-Seiten. Gesamter Text ausgewertet; erste vollständige Seite mit Heinrich-Bild zusätzlich visuell geprüft. Historischer Webseitenausdruck mit Änderungsvermerk 25.03.2011, keine zeitgenössische Quelle von 1865 oder 1914. S. 1: Bahnanschluss 1865/1894; S. 2: Bahnhof, Güteranlagen und Straßenroller; S. 3: Stellwerke, Betriebswerk und Rückbau; S. 4: Werksanschlüsse; S. 5: Webseitenrest. Veraltete Gegenwartsformulierungen werden nicht als aktueller Sachstand übernommen.
Buchprojekt, „Lokschuppen Selb e.V.“, Porzellanstadt Selb/Projekt_Buch_Porzellan/Porzellanindustrie-Nordbayern.scriv/Files/Docs/145.rtf. Bahnteil vollständig gelesen. Weitgehende Textparallele zu LSQ01, danach weitere Notizen zu Eisenbahn und Adressbüchern. Keine unabhängige zweite Firmen- oder Bahnchronik. Das ursprüngliche Autorenmanuskript beziehungsweise vollständige Quellenverzeichnis ist darin nicht eindeutig ausgewiesen.
Alte eigene Webseite „Selb-Plössberg“, lokale Sicherung Webseite porzellan-selb/Webseite Juli 2020/httpdocs/wp-content/cache/all/project/selb-ploessberg/index.html. Für den Zusammenhang von Bahnhof, Fabrik und Arbeiterwohnungen herangezogen. Enthält zusammengestellte Orts- und Industriegeschichte; keine ungeprüfte Übernahme jeder Datierungsangabe.
Historische Ansichten und Bahnhofsfotos: Porzellan Version 2024/Pressemappen/Porzellan 300 Jahre Bilder PDF/Kunterbunt/bahnhof005.jpg, .../Kunterbunt/images/328293Selb_Ploessberg001.jpg. Alte Ansichten ohne gesichertes Aufnahmejahr und ohne eindeutigen Fotografen-/Verlagsnachweis. Der Ordnername „Pressemappen“ beweist keine pauschale Museumsurheberschaft. Bahnhof Selb 1936.bmp zeigt dagegen eine Porzellanmarke, keine Bahnhofsansicht, und wurde nicht als Eisenbahnbild verwendet.
MuEC: Der erste Lokschuppen. Direkt gelesene Vereinsgeschichte zu 1893/94, Bauform und Standort. Die dortige Nutzungsbeschreibung wird nicht ohne weitere Prüfung als heutige Gewerbeauskunft übernommen.
MuEC: Der Bahnhof Selb Stadt 1914. Direkt gelesen. Ergänzende Bestätigung von Eröffnung, Empfangsgebäude und Straßenrollerverkehr. Die Längenangabe etwa 700 Meter weicht vom älteren Archivtext ab; kein selbst vermessener Gleisplan.
MuEC: Die Anlagen im neuen Bahnhof Selb Stadt. Direkt gelesen. Für Lokschuppen 1914, vierten Stand um 1918/19 und Drehscheibenfolge 7,5 / 12 / 16 Meter. Keine eigenständige Auswertung sämtlicher Bauakten.
Stadt Selb: „Der Rote Faden“, Abschnitt Bahnhof Selb Stadt/Lokschuppen, gedruckte S. 33. Einschlägiger Abschnitt im Suchindex gelesen. Bestätigung von Fritz Klee, Bahnhofsumzug 1914, Pacht- und Erwerbsangaben sowie Aufgabe der Holenbrunner Verbindung. Keine Behauptung einer vollständigen neuen Durchsicht aller Seiten dieser Broschüre.
MuEC: Heinrich Bockel – technische Daten. Direkt gelesen. Gmeinder, Fabriknummer 4552, Baujahr 1948, Vorbesitzer Heinrich & Co., Vereinsbestand seit September 1977. Baujahr und Inbetriebnahme nicht gleichgesetzt.
Fotografierte Museumsschilder, Porzellan Version 2024/Pressemappen/Porzellan 300 Jahre Bilder PDF/Kunterbunt/Eisenbahn 2008/IMG_3536.JPG und IMG_3563.JPG. Vollständige Tafelflächen visuell gelesen. 64 019: Henschel, 20 731, 1927, Überführung Mai 1979 und Präsentation 1989. Elektrolok „Zeh-Scherzer“: AEG, 1902, Nr. 173, Rehauer Werksgeschichte. Die Tafeln dokumentieren einen früheren musealen Informationsstand; „zweitälteste erhaltene AEG-Lok“ und ähnliche Rangbehauptungen werden nicht ungeprüft übernommen.
MuEC: Die Nachkriegszeit. Direkt gelesen. Für Wohnnutzung des Anbaus und technischen Wandel. Die konkrete heutige Stationierung einer dort erwähnten Kleinlok wurde nicht als aktuelle Fahrzeugauskunft übernommen.
Bayerisches Landesportal, 7.12.2015: Reaktivierung der Bahnstrecke Selb–Asch. Offizielle Mitteilung, im Suchindex ausgewertet. Unterscheidet Festakt am 7. Dezember und regulären Personenverkehr ab 13. Dezember 2015. Bezieht sich auf Selb-Plößberg–Aš und nicht auf die Holenbrunner Strecke.
MuEC: Wer wir sind. Direkt gelesene Vereinsgeschichte. Für Entstehung 1973 und frühe Fahrzeugübernahmen; Selb-Rehau beziehungsweise Selb/Rehau sind Schreibvarianten des hier gemeinten Vereins.
MuEC: Niedergang und neues Leben. Direkt gelesen. Für Pacht, Kaufmöglichkeit 2002 und Sanierung seit 2005. Mit städtischer Erwerbsangabe Anfang 2003 verglichen; kein taggenauer Kaufvertrag eingesehen.
MuEC: Museumskonzept und Ziele. Direkt gelesen. Schwerpunkt regionaler Industrialisierung sowie Industrie- und Werksbahnen, Erhalt von Lokschuppen, Drehscheibe, Behandlungseinrichtungen und Stellwerk.
Ferdinand von Rüden, Nürnberger Eisenbahnfreunde: NEF-Exkursion nach Selb und Hof, Bericht 2024 zum Besuch am 20. April. Teilnehmerbericht als unmittelbare Quelle zur Veranstaltung und zu Mitfahrten auf dem Vereinsgelände, nicht zur heutigen Betriebsfähigkeit jedes Sammlungsfahrzeugs.
MuEC: Lokschuppen Selb – Startseite. Direkt gelesen. Aktueller Hinweis auf Präsentations- und Depothalle. Für Besuche und Termine auf die jeweils aktuellen Vereinsangaben zurückgreifen; historische Archivbilder sind keine aktuellen Bauzustandsfotos.
MuEC: Die Dampflok BR 64 019. Direkt gelesen und mit LSQ10 verglichen. Für Herkunft, Überführung 1979 und Restaurierungspräsentation 1989. Ältere relative Altersangaben auf der Seite werden nicht bis 2026 fortgeschrieben.
Farbbestand und Schwarzweißserien: Porzellan Version 2024/Pressemappen/Porzellan 300 Jahre Bilder PDF/Kunterbunt/Eisenbahn 2008/ sowie Fotos Adobe Seiten/Lokschuppen/ und Fotos Adobe Seiten/Lockschuppen/. Gesamte ausgewählte Bildflächen geprüft. Gleiche Dateinamen in den beiden Adobe-Ordnern bezeichnen unterschiedliche Motive. Bearbeitungsdaten 2020 nicht als gesicherte Aufnahmejahre ausgegeben; Namen dargestellter Personen nicht geraten. Die große Parallelablage „Zoellner-Lokschuppen“ enthält zahlreiche fremde Themen und ist kein eigenständiger Fotografennachweis.
Alte eigene Webseite „Lokschuppen Selb“, lokale Sicherung Webseite porzellan-selb/Webseite Juli 2020/httpdocs/wp-content/cache/all/project/lokschuppen-selb/index.html. Enthält ausdrücklich „Nikon F6“ und „Ilford HP5+“ für die dort präsentierten Motive. Diese Aufnahmeangabe wird nicht ohne Abgleich auf sämtliche anderen Serien übertragen.
| Kennung | Originaldatei / Fundus | Nachweis |
|---|---|---|
| LS01 | IMG_3530.JPG; Funduspfad laut Quellenabschnitt |
LSQ19 |
| LS02 | bahnhof005.jpg; Funduspfad laut Quellenabschnitt |
LSQ04 |
| LS03 | 328293Selb_Ploessberg001.jpg; Funduspfad laut Quellenabschnitt |
LSQ04 |
| LS05 | IMG_3548.JPG; Funduspfad laut Quellenabschnitt |
LSQ19 |
| LS06 | IMG_3534.JPG; Funduspfad laut Quellenabschnitt |
LSQ09 |
| LS07 | IMG_3566.JPG; Funduspfad laut Quellenabschnitt |
LSQ10 |
| LS08 | IMG_3582.JPG; Funduspfad laut Quellenabschnitt |
LSQ19 |
| LS09 | IMG_3533.JPG; Funduspfad laut Quellenabschnitt |
LSQ18 |
| LS10 | IMG_3537.JPG; Funduspfad laut Quellenabschnitt |
LSQ19 |
| LS11 | Lokschuppen-205.jpg; Adobe „Lokschuppen“ |
LSQ19 |
| LS12 | Lokschuppen-200.jpg; Adobe „Lokschuppen“ |
LSQ19 |
| LS13 | Lokschuppen-218.jpg; Adobe „Lockschuppen“ |
LSQ19 |
| LS14 | Lokschuppen-221.jpg; Adobe „Lockschuppen“ |
LSQ19 |
Sammlungsherkunft: Stefan Strößenreuther. Die vollständigen Bildflächen und die Auflösung der ausgewählten Vorlagen bleiben erhalten. Größere öffentliche WebP-Dateien können wegen des Uploadlimits eine Fassung mit Qualität 95 verwenden; zugehörige verlustfreie WebP-Archivableitungen bleiben im gemeinsamen Paket. Fotografen und Verlage der historischen Vorlagen sind nicht durchgehend dokumentiert. Der gemeinsame Bild- und Nutzungshinweis des Wikis gilt ergänzend; Rechte Dritter und gesetzliche Erlaubnisse bleiben unberührt.
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Die Straßenporträts zu Bahnhofstraße und Bahnhofsumfeld ergänzen die Bahngeschichte um historische Stadtansichten. Weitere Abschnitte behandeln Ludwigstraße, Wohnquartiere und Selb-Plößberg. Die unterschiedlichen Bahnhofsstandorte werden weiterhin getrennt.