Vom westböhmischen Porzellanhandwerk über Rosenthal und Hutschenreuther zur freien Bildhauerei in Ansbach
Waldemar Fritsch (23. März 1909–13. Juli 1978) verband handwerkliche Erfahrung in der Porzellanfertigung mit einer eigenständigen bildhauerischen Sprache. Seine Arbeiten reichen von Tiergruppen, Tänzern und mythologischen Figuren über Kinderbildnisse und Künstlerporträts bis zu Madonnen, Heiligen, Brunnen und Bauplastik. Rosenthal, Hutschenreuther und Fürstenberg gehören zu den Herstellern, die Modelle von ihm ausführten. Die Konzentration auf die bekannten weißen Rosenthal-Figuren würde deshalb einen großen Teil seines Schaffens übersehen. (FRQ01, FRQ02, FRQ05)
Der Download-Fundus enthält ein sechsseitiges Werkverzeichnis, ausführliche und kürzere biografische Texte sowie 101 unterschiedliche JPEG-Aufnahmen mit 101 gleichnamigen Canon-RAW-Dateien in der ausgewählten Bildserie. Die Fotos dokumentieren einen Besuch der Ausstellung „Waldemar Fritsch – Meister der Porzellanplastik“ im Egerland-Museum Marktredwitz 2011. Die folgende Werkauswahl verbindet diese Aufnahmen mit den schriftlichen Nachweisen. Die Bildnummern FR01–FR14 sind redaktionelle Kennungen dieses Artikels, keine historischen Werknummern. Redaktionsstand: 16. Oktober 2026. (FRQ04)
FR01 · Werke Waldemar Fritschs in der Ausstellung 2011. Raumansicht mit Figuren, Porträts und Dokumentation. Bildnachweis FRQ04.
Fritsch wurde in Altrohlau, heute Stará Role im Karlsbader Raum, geboren. Im ausführlichen Lebensbild erscheint er als jüngstes von zehn Kindern einer Familie mit bäuerlichen Wurzeln; der Vater arbeitete noch im hohen Alter als Fiaker in Karlsbad. Nach der Volks- und Bürgerschule sollte der Junge zunächst in einem Fabrikbüro Geld verdienen. Er wechselte jedoch in die praktische Arbeit und lernte in der Porzellanfabrik Viktoria das Drehen und Formgießen. Diese Vorgeschichte erklärt, warum die technische Herstellbarkeit später zu seiner künstlerischen Haltung gehörte. (FRQ02)
Er kannte Porzellanmasse, Formen, Glasuren und die betrieblichen Abläufe aus eigener Arbeit. Daneben suchte er Unterricht im freien Modellieren. Der Unterschied zwischen einem plastischen Entwurf und seiner späteren Ausformung blieb für sein Werk wichtig: Ein Modell konnte in unterschiedlichen Werkstoffen und zu verschiedenen Zeiten umgesetzt werden. Genau solche Varianten führt das erhaltene Werkverzeichnis etwa beim „Sinnenden Jüngling“ auf. (FRQ01, FRQ02)
1926 begann Fritsch an der Porzellanfachschule Karlsbad-Fischern. Das Lebensbild nennt M. Mörtl und A. Hegenbarth als Lehrer. Bereits 1927 entstand das Relief „Jugend“, im Verzeichnis mit Terrakotta beziehungsweise Bronze und 20 × 12 cm angegeben. Kätzchen, Hühner und ein liegender Wolfshund zeigen die frühe Hinwendung zur Tierplastik. Daneben entwarf er Gefäße und eine Schreibzeuggarnitur. Die Ausbildung verband damit freie Plastik und angewandte Gestaltung. (FRQ01, FRQ02)
1929 folgte das Studium an der Prager Kunstgewerbeschule. Religiöse Figuren, ein Kakadu, Ballwerferinnen und eine Portalplastik des Merkur erweiterten sein Aufgabenfeld. Das Werkverzeichnis nennt nicht überall Porzellan: Die Ballwerferinnen sind in Terrakotta, der Kakadu in bunter Majolika und der Merkur in Steinguss verzeichnet. Schon das Frühwerk widerspricht somit einer Beschränkung auf einen einzigen keramischen Werkstoff. (FRQ01, S. 1)
Eine Studienreise 1931, ermöglicht durch ein Prager Stipendium, führte ihn zu deutschen Porzellanmanufakturen. Das Lebensbild hebt zwei Begegnungen hervor: das Werk Franz Anton Bustellis in Nymphenburg und Paul Scheurich in Berlin. Bewegungsrhythmus, differenzierte Gestik und die Abstimmung auf das Material wurden für Fritsch zu bleibenden Bezugspunkten. Das bedeutete keine bloße Wiederholung des Rokoko. Seine späteren Tanzfiguren verbinden bewegte Umrisse mit stark vereinfachten, großflächigen Gewändern. Diese Verbindung lässt sich an den Ausstellungsfotos unmittelbar betrachten. (FRQ02)
Zu seinem Ausbildungsweg gehörte auch die Beschäftigung mit der slowakischen Kunstkeramik in Modra. Das Verzeichnis führt für 1932 unter anderem eine Heilige Familie auf der Flucht und ein Dromedar an. Die dort ausgeführten keramischen Arbeiten standen neben Modellen für die böhmischen Porzellanfabriken. Fritsch bewegte sich früh zwischen Fachschule, Werkstatt und Industrie. (FRQ01, S. 1; FRQ02)
Nach dem ausführlichen Lebensbild erhielt Fritsch 1934 eine Assistentenstelle an der Staatsfachschule für Keramik und verwandte Kunstgewerbe in Teplitz-Schönau; im Herbst 1938 übernahm er deren Leitung. Es folgte die Berufung als Professor für angewandte Plastik nach Karlsbad. Fachzeichnen, Bildhauerei und Stilkunde gehörten zu seinen Aufgaben. Zugleich setzte er sich in einem Fachschulverband und der daraus hervorgegangenen „Bauhütte“ für eine Verbindung von handwerklicher Lehre, Fachschule und künstlerischer Ausbildung ein. (FRQ02)
Sein Verhältnis zum NS-Regime wird im Lebensbild als Konflikt um die Gleichschaltung der Kunst beschrieben. Danach wurde er im Mai 1939 durch die Gestapo verhaftet, in Dresden und Berlin inhaftiert und 1940 entlassen. Ein Berufsverbot der Reichskulturkammer schränkte seine Arbeit weiter ein. Ein im Text wiedergegebenes Gutachten vom November 1942 sollte ihm die Weiterarbeit ermöglichen. 1943 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Diese Abfolge ist aus der biografischen Überlieferung erschlossen; originale Haft- oder Personalakten sind im hier ausgewerteten Bestand nicht enthalten. (FRQ02, FRQ03)
Die Unterscheidung ist nötig, weil die kurze Arbeitsfassung im Buchprojekt die Inhaftierung pauschal auf 1942 legt. Das ausführliche Lebensbild trennt dagegen Verhaftung, Haftentlassung, Berufsverbot und das spätere Gutachten. Die Jahreszahl des Gutachtens wird hier deshalb nicht zum Beginn der Haft erklärt. Auch die im Kurztext vorkommende Geburt 1902 wird nicht übernommen: Das ausführliche Lebensbild, die Normdaten und die dokumentierte Hundertjahrfeier 2009 sprechen für 1909. (FRQ02, FRQ03, FRQ05, FRQ10)
Die „Allegorie auf Karlsbad“ war eines seiner aufwendigsten Projekte. Das Werkverzeichnis ordnet sie dem Abschnitt 1939–1946 zu. Es beschreibt eine Mittelgruppe zur Entdeckung der Quelle, zwei Reiterfiguren Kaiser Karls IV. sowie Falkner, Stadtphysikus und Stadtbaumeister. Die angegebenen Höhen unterscheiden die Gruppen: 50 cm für die Mitte, 35 cm für die Reiter und 23 cm für die weiteren Figuren. Es handelt sich um Angaben zu den verzeichneten Modellen, nicht um nachträgliche Messungen der fotografierten Ausstellungsexponate. (FRQ01, S. 2)
Die Komposition verband Stadtgeschichte, höfische Darstellung, Tiere und phantastische Bewegung. Das Lebensbild schildert ihre Entstehung im Zusammenhang mit Berufsverbot und Kriegszeit. Das Verzeichnis nennt eine Präsentation von Modellen auf Burg Elbogen 1945. Die überlieferten Angaben zu unfertigen Arbeiten, verlorenen Modellen und späteren Ausformungen verlangen eine Unterscheidung zwischen Entwurfszusammenhang und Erhaltung einzelner Stücke. Die Existenz einer historischen Gesamtaufnahme belegt für sich allein keinen heute vollständig erhaltenen Tafelaufsatz. (FRQ01, FRQ02)
FR03 · Dokumentation zur „Allegorie auf Karlsbad“. Ausstellungstafel mit Reproduktionen des Ensembles. FRQ01 · FRQ04.
1946 verließ Fritsch mit seinen betagten Eltern Westböhmen. Das ausführliche Lebensbild nennt zunächst das Lager Stuttgart-Wendlingen und 1947 die Übersiedlung nach Ansbach. Diese Stationen werden von der kürzeren, auf 1946 verdichteten Ansbach-Angabe unterschieden. In den ersten Nachkriegsjahren entstanden die Kopfkompositionen „Der Tag“, „Die Nacht“ und „Der Morgen“ sowie ein Weihnachtsengel; das Verzeichnis nennt dafür Rosenthal Selb-Plößberg als Ausformer. (FRQ01, S. 2; FRQ02, FRQ03)
In Ansbach beteiligte sich Fritsch am Versuch, die örtliche keramische Tradition neu zu beleben. Die Initiative „Keramia“ und die Steingutfabrik Krause & Co. eröffneten Arbeitsmöglichkeiten. Zu den Entwürfen gehörten kleine Figuren, Masken, humorvolle Tierformen und Gebrauchskeramik. Finanzielle Schwierigkeiten und die Veränderungen durch die Währungsreform begrenzten die Pläne. Fritsch unterrichtete an der Freien Kunstschule, deren Leitung die kurze Arbeitsfassung für 1949–1953 nennt, und blieb in der beruflichen Ausbildung tätig. Die Geschichte war daher sowohl künstlerischer Neubeginn als auch ein nur teilweise verwirklichtes institutionelles Vorhaben. (FRQ02, FRQ03)
Die lokale Einbindung lässt sich unabhängig davon am Kunstverein Ansbach belegen. Der Verein führt Fritsch als Gründungsmitglied und dokumentiert seine Wahl in den inneren Ausschuss am 8. Februar 1951 sowie seine Vorstandstätigkeit bis 6. März 1959. Er war somit in der neuen Heimat auch an der Organisation des Kunstlebens beteiligt. (FRQ06)
Das „Mädchen mit Fisch“ steht für diese Ansbacher Phase. Das Verzeichnis nennt unter 1947 ff. Steingut, Krause & Co. und eine Höhe von 13 cm. Das fotografierte Museumsschild bestätigt den Titel, die Zeitgruppe, glasiertes Steingut und die Ausformung bei Krause & Co. Ansbach. Damit liegt eine genauere Grundlage vor als die bloße Zuordnung zum Fritsch-Ordner. (FRQ01, S. 2; FRQ12)
FR13 · „Mädchen mit Fisch“. Figur mit seitlich vor den Körper geführtem Fisch. Werkangaben nach dem Ausstellungsschild IMG_0407.JPG. FRQ12.
Für die Selber Porzellangeschichte sind Fritschs Modelle für Rosenthal besonders wichtig. Das Verzeichnis unterscheidet Ausformungen in Selb und Selb-Plößberg und nennt neben Figuren auch Wandreliefs und Plaketten. Die Beziehung war damit breiter als eine einzelne Tanzserie. Aus der Herstellerangabe folgt allerdings kein festes Arbeitsverhältnis; die hier ausgewerteten Quellen enthalten keinen entsprechenden Künstlervertrag. (FRQ01)
Die 1951 verzeichnete „Europa“ zeigt die Verbindung mythologischen Erzählens mit einer dynamischen Tiergruppe. Die Frau sitzt auf einem aufbäumenden Stier; Körperdrehung, erhobener Arm und die Bewegung des Tiers greifen ineinander. In der fotografierten weißen Fassung entsteht die Wirkung aus Umriss, Licht und plastischer Modellierung. Das Verzeichnis nennt Rosenthal Selb und 30 cm Höhe. (FRQ01, S. 3)
FR04 · „Europa“. Seitenansicht der Reiterin auf dem Stier aus der dokumentierten Ausstellung. FRQ01, S. 3 · FRQ04.
Die Begegnung mit Harald Kreutzberg führte zu mehreren Tanzplastiken. Der erkennbare Tänzer bleibt zugleich Träger einer Rolle: Till Eulenspiegel, der in sich versunkene „Gesang der Nacht“ oder Luzifer in unterschiedlichen Gesten. Körperhaltung und Gewand beschreiben seelische Zustände. Die Figuren funktionieren daher zugleich als Porträts, Rollenbilder und eigenständige plastische Kompositionen. Das Lebensbild hebt besonders die Verbindung von konzentrierter Gebärde und materialgerechter Form hervor. (FRQ01, FRQ02)
Bei den beiden Luzifer-Gestalten ist die Gegenüberstellung wesentlich. Die erhobenen Hände der selbstkrönenden Figur führen den Blick nach oben; die zweite Figur hält die Hände vor dem Körper und senkt den Blick. Das weit fallende Gewand bündelt die Bewegung. Die Titel „sich krönend“ und „sich anbetend“ stammen aus dem Werkverzeichnis, das beide unter 1953 führt. Ein Objektkatalog von Dr. Fischer beschreibt die Figur mit erhobenen Händen dagegen als Entwurf um 1951. Diese Datierungen werden nicht ohne Weiteres gleichgesetzt. (FRQ01, S. 3; FRQ09)
FR05 · Luzifer mit erhobenen Händen. Porzellanfigur mit dem Motiv der Selbstkrönung. FRQ09.
FR06 · Zweite Luzifer-Gestalt. Figur mit veränderter Handhaltung und zurückgenommenem Kopf. FRQ01, S. 3 · FRQ04.
Der „Gesang der Nacht“ verdichtet die Darstellung stärker nach innen. Der sitzende Körper, die erhobenen Arme und der gesenkte Kopf bilden eine geschlossene Bewegung. Das Werkverzeichnis stellt die Figur unter 1952. Im Objektkatalog von Dr. Fischer ist hingegen ein Exemplar mit rückseitiger Bezeichnung „W. Fritsch 51“, Modellnummer 1864, und Entwurfsjahr 1951 dokumentiert. Ein weiterer Katalog trennt diesen Entwurf von einer Ausführung nach 1975. Es gibt also unterschiedliche Datierungsbezüge; die Zahl auf einem Modell oder die Rubrik eines Verzeichnisses ist nicht automatisch das Brennjahr eines späteren Exemplars. (FRQ01, S. 3; FRQ08)
FR07 · „Gesang der Nacht“. Figur mit bewegtem Gewand aus der Ausstellung. FRQ01 · FRQ08.
Das Werkverzeichnis verzeichnet „Badende Mädchen“ 1950 als Wandplastik, Porzellan, Rosenthal Selb, 31 × 40 cm. Im fotografierten Relief entfalten drei Frauenfiguren ihre Bewegung innerhalb eines flachen Bildraums. Der Rahmen betont die Nähe zum Wandbild; der modellierte Körper bleibt dennoch das eigentliche Ausdrucksmittel. (FRQ01, S. 3)
FR08 · Relief mit badenden Mädchen. Motiv aus der dokumentierten Ausstellung und dem Werkverzeichnis. FRQ01, S. 3 · FRQ04.
Die Plaketten zeigen einen anderen Maßstab. Auf einer Aufnahme sind die Plakette des Adalbert-Stifter-Vereins 1949, eine Bayreuther Jubiläumsplakette 1951 und ein Neujahrsgruß 1951, datiert 1950, samt Museumsschildern erkennbar. Die Schilder nennen für die ersten beiden Rosenthal Selb und Porzellan, für den Neujahrsgruß Krause & Co. Ansbach und glasiertes Steingut. Die Aufnahme erweitert das Verzeichnis durch unmittelbar lesbare Ausstellungsangaben. (FRQ12)
FR09 · Porträts und Plaketten in der Vitrine. Links Adalbert Stifter, in der Mitte die Bayreuther Jubiläumsplakette, rechts der Neujahrsgruß. Abgelesene Schilder FRQ12.
Fritschs Verbindung zu Hutschenreuther ist durch konkrete Werke greifbar. Das Verzeichnis nennt unter anderem einen „Indischen Lautenspieler“, die grüne keramische Kopfkomposition „Maria mit Kind“ von 1956 sowie 1969 den „Hippiejungen“, das „Hippiemädchen“ und vier Jahreszeitenmodelle. Die letzten Arbeiten stehen für eine erneute intensive Hinwendung zum Porzellan. Die Jahreszeiten von 1969 sind von den bereits 1957 verzeichneten vier Keramiken gleichen Themas zu unterscheiden. (FRQ01, S. 2, 4–5)
Die Bezeichnung „Hutschenreuther A. G.“ im rückblickenden Verzeichnis wird als dortiger Herstellervermerk wiedergegeben. Sie löst nicht jede Frage der historischen Werks- und Markenbezeichnung. Besonders frühe Modelle dürfen nicht allein aufgrund dieser nachträglichen Sammelangabe einer konkreten Selber Abteilung zugewiesen werden. Für den Zusammenhang führt der Weg zum Artikel über die Hutschenreuther-Kunstabteilung.
Bei Fürstenberg führt das Verzeichnis den „Sinnenden Jüngling“ in Porzellan mit 37 cm Höhe und das „Niedersachsenroß“ 1974, ebenfalls mit 37 cm. Der Jüngling ist daneben als Steingutausformung bei Krause & Co. verzeichnet. Das zeigt besonders anschaulich, dass ein Entwurf nicht mit einem einzigen Hersteller oder Werkstoff gleichgesetzt werden darf. Die Rubrik des frühen Entwurfs wird deshalb auch nicht zum gesicherten Produktionsbeginn jeder späteren Fürstenberg-Fassung erklärt. (FRQ01, S. 2, 6)
In Ansbach gewann das Porträt ein großes Gewicht. Neben Kindern und örtlichen Auftraggebern modellierte Fritsch unter anderem Norbert Hochsieder, Grock, Elly Ney, Luigi Malipiero und Angel Aybar. Das Verzeichnis unterscheidet Terrakotta, bemalte Keramik, Bronze und Tonmodelle für spätere Güsse. Ein Tonmodell für Bronze ist noch kein Beleg, dass jeder geplante Guss tatsächlich ausgeführt wurde. (FRQ01, S. 3–6)
Das Grock-Porträt zeigt die Möglichkeiten der Farbe besonders deutlich. Die Wangen, die Augenpartie und der Mund sind in die plastische Charakterisierung einbezogen. Anders als bei der weißen Tanzfigur bildet die farbige Fassung einen wesentlichen Teil der Wirkung. Das Verzeichnis führt das Porträt 1952 als bemalte Terrakotta und nennt daneben eine eigenständige Grock-Statuette mit kleiner Geige in Bronze. Beide Arbeiten bleiben getrennte Werke. (FRQ01, S. 3)
FR10 · Grock. Bemaltes Kopfporträt des Clowns mit lächelndem Gesicht. FRQ01, S. 3 · FRQ04.
Neben solchen Bildnissen stehen erfundene beziehungsweise phantastische Gesichter. „Vision“ sowie die 1956 verzeichneten Figuren „Ixcauatzin“ und „Xuchitl“ gehören zu diesem Bereich. Das Lebensbild deutet letztere im Zusammenhang einer tragischen Erzählung. Diese Darstellung wird als Fritschs künstlerischer Erzählstoff behandelt, nicht als historischer oder ethnografischer Nachweis für die dargestellten Kulturen. (FRQ01, S. 3–4; FRQ02)
FR11 · Phantastisches Bildnis. Ausdrucksstark modellierter Kopf aus der Fritsch-Ausstellung. FRQ04.
Tierstudien ziehen sich vom Frühwerk bis in die späten Ansbacher Jahre. Die Auswahl des Verzeichnisses reicht von Katzen, Hasen und Eisbären über Fische bis zu Stier, Hermelin, Murmeltier, Seelöwe und Eulen. Dabei wechseln Größe, Material und Funktion. Manche Tiere sind freie Kleinplastiken, andere Teil eines Brunnens oder eines Gebrauchsgegenstands. (FRQ01)
Humor entsteht besonders dort, wo die Figur zugleich Gefäß wird. Das fotografierte Eulenmotiv verbindet große Augen und einen kompakten Kopf mit einem weit geöffneten Behälterkörper. Eine solche Arbeit darf nicht nach ihrer Form automatisch „Porzellan“ heißen: Aus Glanz und Farbe allein lassen sich Scherben und Herstellungsbetrieb nicht zuverlässig bestimmen.
FR12 · Eulenförmiges Gefäß. Gefäßkörper in Tiergestalt aus der Fritsch-Ausstellung. FRQ04.
FR14 · Braun glasierte Hasenfigur. Aufnahme aus der dokumentierten Fritsch-Ausstellung. FRQ01, S. 2 · FRQ04.
Madonnen und Heilige bilden einen eigenständigen Schwerpunkt. Die Titel und Fassungen verändern sich über Jahrzehnte: von der „Maria mit dem Kinde und Schäfchen“ über die Rote, Grüne oder Trauernde Madonna bis zur „Mutter des Egerlandes“. Terrakotta, farbige Fassung, Vergoldung und teils zusätzliche Materialien bieten andere Möglichkeiten als die weiße Porzellanplastik. Auch „Ecce homo“ erscheint in unterschiedlichen Jahren und Fassungen, darunter farbige Keramik 1954 und bemalte Terrakotta 1974. (FRQ01, S. 1–6)
Bauplastik und öffentliche Aufträge erweitern den Maßstab. Das Verzeichnis nennt das Ehrenmal an der Ansbacher Johanniskirche 1955, die Portalplastik „Ernte“ für Windsbach 1956, den Brunnen in der Ansbacher Hauptpost 1957, Schulbrunnen und Eulengruppen sowie kirchliche Wandplastiken. Diese historischen Standortangaben sind Nachweise der damaligen Bestimmung. Ob jedes Werk heute am genannten Ort steht und öffentlich zugänglich ist, wurde damit nicht vor Ort geprüft. (FRQ01, S. 4–6)
Ein späterer Sammlungsvorgang ist dagegen genau dokumentiert: Der Kunstverein Ansbach übergab 2017 zwei 1965 geschaffene Keramikfiguren Cosmas und Damian als Dauerleihgabe an das Markgrafenmuseum. Zuvor waren sie zeitweise in einer Ansbacher Apotheke zu sehen. Der Vorgang zeigt, wie Werke aus einem alltäglichen Nutzungskontext in die museale Überlieferung gelangen. Das Verzeichnis unterscheidet außerdem eine weitere Cosmas-und-Damian-Fassung von 1974; beide werden nicht zu einem einzigen Objektpaar zusammengezogen. (FRQ01, S. 5–6; FRQ06, FRQ07)
1958 erhielt Fritsch den Förderpreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Eine erste selbstständige Publikation über sein Werk erschien 1961 mit einer Einführung Xaver Schaffers. Das Ansbacher Museum widmete ihm 1963 eine Sonderausstellung. 1969 folgte „Das Gesicht“ mit einer Einführung Georg Lengls. Die Publikationen spiegeln die Breite seines Schaffens und die wachsende Bedeutung des Porträts. (FRQ01, FRQ02)
Nach dem ausführlichen Lebensbild engagierte sich Fritsch auch für die Erhaltung des historischen Ansbacher Stadtbilds und für das Museum. Im November 1977 ehrte ihn Ansbach mit dem Kulturpreis. Das ist vom Entwurf einer Kulturpreisplakette 1968 zu unterscheiden. Zu seinen letzten verzeichneten Arbeiten gehören ein Porträt Rainer Graf von Seckendorffs, St.-Ludwig-Entwürfe und zwei Kaspar-Hauser-Figuren. Er starb am 13. Juli 1978 in Ansbach; das Lebensbild nennt als Begräbnisort Ansbach-Eyb bei St. Lambertus. (FRQ01, S. 5–6; FRQ02)
Die Rezeption setzte sich nach seinem Tod fort. Das Veranstaltungsarchiv der Sudetendeutschen Akademie dokumentiert die Hundertjahr-Ausstellungen 2009 in Ansbach und München sowie „Waldemar Fritsch und seine Zeit – Porzellanplastik (1925–1945)“ vom 21. November 2013 bis 26. Januar 2014 in Karlsbad. Dort war das Markgrafenmuseum Ansbach Hauptleihgeber. Dazwischen liegt die durch den eigenen Fotobestand belegte Marktredwitzer Ausstellung 2011. (FRQ10, FRQ11, FRQ04)
FR02 · Ausstellungsplakat des Egerland-Museums. Laufzeit: 22. Juli bis 30. Oktober 2011. FRQ04.
Der vorliegende PDF-Text bezeichnet sich selbst als ersten Erfassungsversuch. Er weist auf fehlende Daten und teilweise geschätzte Größen hin. Seine römischen Verweise beziehen sich auf die Bildbände von 1961, 1969 und „Natur und Phantastik“ von 1977. Er ist ein wertvoller Ausgangspunkt, aber weder ein vollständiges modernes Bestandsregister noch eine sichere Produktionschronik jeder einzelnen Ausformung. Die zweispaltigen Seiten müssen in Spaltenfolge gelesen werden; eine automatische Textextraktion kann sonst Jahresrubriken und Werke falsch verbinden. (FRQ01)
Die folgende Auswahl erschließt 24 Werkpositionen. Zeitgruppen wie „1947 ff.“ bleiben als solche erhalten. Maße stammen aus dem Verzeichnis und sind keine eigenen Objektmessungen. Bei abweichenden datierten Vergleichsexemplaren ist der Unterschied ausdrücklich benannt.
| Zeitgruppe im Verzeichnis | Werk / Werkgruppe | Werkstoff und Ausformer laut Verzeichnis | PDF-Seite |
|---|---|---|---|
| 1927 | Jugend | Terrakotta beziehungsweise Bronze | 1 |
| 1927–1930 | Kätzchengruppe | Porzellan, Pirkenhammer | 1 |
| 1930 ff. | Mädchen mit Nelke | Porzellan, Fachschule Karlsbad | 1 |
| 1932 | Hl. Familie auf der Flucht | Bunte Keramik, Slovenska Keramika Modra | 1 |
| 1934 | Schwebende | Porzellan, Fachschule Karlsbad | 1 |
| 1934–1938 | Sinnender Jüngling | Steingut: Krause & Co.; Porzellan: Fürstenberg; Ausführungszeit nicht für jede Fassung bestimmt | 2 |
| 1935 | Scalare-Fischgruppe | Weichporzellan, Fachschule Karlsbad | 2 |
| 1939–1946 | Allegorie auf Karlsbad | Modelle für einen Porzellan-Tafelaufsatz | 2 |
| 1946–1947 | Der Tag, Die Nacht, Der Morgen | Porzellan, Rosenthal Selb-Plößberg | 2 |
| 1947 ff. | Mädchen mit Fisch | Steingut, Krause & Co. Ansbach | 2 |
| 1947 ff. | Indischer Lautenspieler | Porzellan, Hutschenreuther | 2 |
| 1949 | Plakette des Adalbert-Stifter-Vereins | Porzellan, Rosenthal Selb | 3 |
| 1950 | Badende Mädchen | Wandplastik in Porzellan, Rosenthal Selb | 3 |
| 1951 | Europa | Porzellan, Rosenthal Selb | 3 |
| 1951 | Till Eulenspiegel | Porzellan, Rosenthal Selb | 3 |
| 1952 | Gesang der Nacht | Porzellan, Rosenthal Selb; datierte Vergleichsexemplare nennen Entwurf 1951 | 3 |
| 1952 | Porträt Grock | Bemalte Terrakotta | 3 |
| 1953 | Luzifer, sich krönend / sich anbetend | Porzellan, Rosenthal Selb; Katalogvergleich für erhobene Hände um 1951 | 3 |
| 1956 | Ixcauatzin und Xuchitl | Glasierte Keramik | 4 |
| 1956 | Maria mit Kind | Grüne Keramik, Hutschenreuther | 4 |
| 1965 / 1974 | Hl. Cosmas und Hl. Damian | Verschiedene Wandplastiken in getönter Terrakotta | 5–6 |
| 1969 | Hippiejunge / Hippiemädchen | Modelle für Porzellan, Hutschenreuther | 5 |
| 1969 | Vier Jahreszeiten | Modelle für Porzellan, Hutschenreuther | 5 |
| 1974 | Niedersachsenroß | Porzellan, Fürstenberg | 6 |
| Zeit | Station und Nachweis |
|---|---|
| 23. März 1909 | Geburt in Altrohlau. FRQ02 |
| Vor 1926 | Praktische Ausbildung bei Viktoria in Altrohlau. FRQ02 |
| 1926 | Porzellanfachschule Karlsbad-Fischern. FRQ02 |
| 1927 | Relief „Jugend“. FRQ01, S. 1 |
| 1929 | Studium an der Prager Kunstgewerbeschule. FRQ02 |
| 1931 | Studienreise zu deutschen Manufakturen, Bustelli- und Scheurich-Begegnung. FRQ02 |
| 1934 / 1938 | Assistent und später Schulleiter in Teplitz-Schönau. FRQ02 |
| 1939–1940 | Verhaftung und Haft nach dem ausführlichen Lebensbild; anschließend Berufsverbot. FRQ02 |
| November 1942 | Im Lebensbild wiedergegebenes Struppe-Gutachten zur Weiterarbeit. FRQ02 |
| 1943 | Einberufung zur Wehrmacht. FRQ02 |
| 1946 / 1947 | Weggang aus Westböhmen; nach Zwischenstation Ansbach. FRQ02 |
| 1949–1953 | Leitung der Freien Kunstschule laut kurzer Arbeitsfassung. FRQ03 |
| 1951–1953 | „Europa“, Tanzfiguren und wichtige Porträts im Werkverzeichnis. FRQ01, S. 3 |
| 1958 | Förderpreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft. FRQ02 |
| 1961 / 1963 / 1969 | Erste Monografie; Ansbacher Sonderausstellung; „Das Gesicht“. FRQ01, FRQ02 |
| 1969 | Hippiefiguren und Jahreszeiten für Hutschenreuther. FRQ01, S. 5 |
| 1974 | „Niedersachsenroß“ für Fürstenberg und weitere religiöse Arbeiten. FRQ01, S. 6 |
| November 1977 | Kulturpreis der Stadt Ansbach. FRQ02 |
| 13. Juli 1978 | Tod in Ansbach. FRQ02 |
| 2009 / 2011 / 2013–2014 | Ausstellungen in Ansbach und München, Marktredwitz und Karlsbad. FRQ04, FRQ10 |
| 2017 | Cosmas und Damian von 1965 als Dauerleihgabe im Markgrafenmuseum. FRQ06 |
„Waldemar Fritsch – Werkverzeichnis“, sechsseitige PDF im Download-Fundus: Porzellan Version 2024/Waldemar Fritsch/Waldemar_Fritsch_Werke/WaldemarFritschWerke.pdf. Alle sechs Seiten vollständig visuell geprüft. Die Vorbemerkung bezeichnet den Text als ersten Versuch, nennt zum Teil geschätzte Größen und als Grundlage „Natur und Phantastik“, Ansbach 1977. Verweise I–III betreffen die Bildbände 1961, 1969 und 1977. Die Originalbände wurden nicht vollständig eingesehen. Parallele Dateikopien sind keine unabhängigen Quellen.
Ausführliches Lebensbild „Leben und Werk von Waldemar Fritsch“, im Buchprojekt überlieferter Text: Porzellanstadt Selb/Projekt_Buch_Porzellan/Porzellanindustrie-Nordbayern.scriv/Files/Docs/111.rtf, vollständig gelesen. Inhaltlich entspricht er dem unter Adolf Lang nachgewiesenen Lebensbild „Natur und Phantastik“. Verwendet für Ausbildung, Lehrtätigkeit, Verfolgung, Ansbach, Werkentwicklung und späte Anerkennung. Die überlieferte Würdigung ist eine biografische Darstellung, keine vollständige Aktenedition; ihre zeitgebundenen Wertungen werden nicht als neutrale Tatsachen übernommen. Die frühere Akademie-Adresse WaldemarLeben.pdf ist noch im Suchindex nachgewiesen, lieferte beim direkten Abruf am 16.10.2026 jedoch HTTP 404. Maßgeblich ausgewertet wurde die lokale Textfassung.
Kurze Arbeitsfassung „Waldemar Fritsch“, gleiches Buchprojekt, Files/Docs/85.rtf. Herangezogen unter anderem für die Leitungszeit der Freien Kunstschule 1949–1953. Enthält abweichende beziehungsweise fehlerhafte Angaben: Geburt 1902, pauschale Inhaftierung 1942, Ansbach bereits 1946. Diese Punkte wurden mit dem ausführlichen Lebensbild und den weiteren Nachweisen abgeglichen; die Arbeitsfassung gilt nicht als zusätzliche unabhängige Biografie.
Eigene Bildsammlung, Ausstellung Egerland-Museum Marktredwitz 2011: Porzellan Version 2024/Waldemar Fritsch/Waldemar_Fritsch-Bilder/. 101 JPEG-/CR2-Dateipaare in der ausgewählten Serie, davon 14 JPEG-Vorlagen für diesen Artikel. Gesamtserie über Kontaktbögen gesichtet, ausgewählte Motive und Schilder gesondert geprüft. Das Plakat IMG_0326.JPG nennt Titel und Laufzeit 22.7.–30.10.2011; die ausgewählten EXIF-Zeitfelder nennen 27.8.2011 und Canon EOS 400D DIGITAL. Ein Fotografenname ist im ausgewerteten EXIF nicht eingetragen. Sammlungsherkunft Stefan Strößenreuther. RAW-Dateien bleiben als Originale erhalten; die WebP-Fassungen beruhen auf den vorhandenen JPEGs, nicht auf einer neuen RAW-Entwicklung. Ein Aufnahmezeitfeld ist keine unabhängige Kamerauhr-Prüfung.
Deutsche Digitale Bibliothek / GND-Bezug 118536141: Waldemar Fritsch. Normdatenbezug, Bildhauer, Lebensjahre 1909–1978, Sterbeort Ansbach und Nachweise zu „Natur und Phantastik“ sowie Briefbeständen. Am 16.10.2026 im Suchindex ausgewertet. Die dort verzeichneten Briefe wurden nicht im Original gelesen.
Kunstverein Ansbach: „Keramikfiguren des Ansbacher Künstlers Waldemar Fritsch als Dauerleihgabe im Museum“, 23.5.2017. Bericht zur Übergabe. Primärer Vereinsbericht zu Cosmas und Damian von 1965, früherer Präsentation in einer Apotheke, Übergabe an das Markgrafenmuseum sowie Fritschs Tätigkeit im Verein 1951–1959. Abruf 16.10.2026.
Kunstverein Ansbach: Dauerleihgaben. Ergänzende Übersicht mit den 1965 entstandenen Figuren Cosmas und Damian und Erwerb 2017. Abruf 16.10.2026. Die historische Erwerbsangabe wird nicht als eigener aktueller Rundgang durch die Museumsräume ausgegeben.
Dr. Fischer Kunstauktionen: Auktion 223, Kat.-Nr. 499, „Nachtgesang (Harald Kreutzberg)“, rückseitige Datierung „W. Fritsch 51“, Rosenthal-Modell 1864, im Katalog 1951. Objektbeschreibung. Ergänzend Auktion 206-I, Kat.-Nr. 101, „Gesang der Nacht“: Entwurf 1951, Ausführung nach 1975. Beschreibungen am 16.10.2026 im Suchindex ausgewertet. Angaben betreffen die jeweiligen Auktionsobjekte, nicht eine Bodenprüfung des Archivfotos; Marktpreise werden nicht zur Bewertung verwendet.
Dr. Fischer Kunstauktionen: Auktion 223, Kat.-Nr. 498, „Luzifer mit erhobenen Händen (Harald Kreutzberg)“. Modellnummer 1958, Höhe 41,5 cm, Zuschreibung Waldemar Fritsch/Rosenthal, um 1951. Objektbeschreibung. Am 16.10.2026 im Suchindex ausgewertet. Die Nummer 1958 ist im Katalog ausdrücklich eine Modellnummer. Die vom Katalog angeführte Ausstellungsliteratur wurde nicht zusätzlich vollständig ausgewertet.
Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste: Veranstaltungsarchiv, Einträge zu den Ausstellungen 2009 und zur Eröffnung am 21.11.2013. Hundertjahr-Ausstellung Ansbach 11.7.–27.9.2009, anschließend Alfred-Kubin-Galerie München 15.10.–15.12.2009; Karlsbad 21.11.2013–26.1.2014. Markgrafenmuseum Ansbach als Hauptleihgeber genannt. Abruf 16.10.2026.
Rudolf Fritsch: „Einleitende Worte zur Ausstellung Waldemar Fritsch und seine Zeit – Porzellanplastik (1925–1945)“, Vernissage Karlsbad 21.11.2013. Historische PDF-Adresse der Akademie. Titel, Termin und Rückblick auf die Marktredwitzer Ausstellung 2011 am 16.10.2026 im Suchindex nachgewiesen; der direkte PDF-Abruf über das Recherchewerkzeug war nicht vollständig verfügbar. Für die Laufzeit 2011 ist das fotografierte Originalplakat FR02 maßgeblich. Keine Abbildungen aus der Rede übernommen.
Fotografierte Museumsschilder als konkrete Objektbelege: IMG_0388.JPG mit Stifter-Plakette 1949, Bayreuther Plakette 1951 und Neujahrsgruß 1951 / datiert 1950; IMG_0407.JPG zu „Mädchen mit Fisch“, 1947 ff., glasiertes Steingut, Krause & Co. Ansbach. Beide aus der Bildserie FRQ04 und vollständig visuell gelesen. Sie belegen die damalige Ausstellungszuordnung; eine zusätzliche aktuelle Prüfung von Inventarbüchern oder Unterseiten erfolgte nicht.
Alle Bilder stammen aus der unter FRQ04 beschriebenen Sammlung. Sie zeigen die vollständige fotografierte Bildfläche; die EXIF-Ausrichtung wurde für die Webdarstellung übernommen. Vitrinenspiegelungen, historische Beleuchtung und Farbstiche wurden nicht retuschiert. Die Künstlerurheberschaft an den dargestellten Werken ist von der Urheberschaft an den Fotos beziehungsweise am fotografierten Plakat zu unterscheiden.
| Kennung | JPEG-/RAW-Stamm | Motiv und Nachweis |
|---|---|---|
| FR01 | IMG_0354 | Ausstellungsraum 2011; FRQ04 |
| FR02 | IMG_0326 | Plakat mit Titel, Ort und Laufzeit; FRQ04 |
| FR03 | IMG_0375 | Dokumentationstafel Karlsbader Tafelaufsatz; FRQ01 S. 2, FRQ04 |
| FR04 | IMG_0378 | Europa; FRQ01 S. 3, FRQ04 |
| FR05 | IMG_0362 | Luzifer, erhobene Hände; FRQ01 S. 3, FRQ09 |
| FR06 | IMG_0363 | Zweite Luzifer-Gestalt; Motivvergleich, FRQ01 S. 3 |
| FR07 | IMG_0364 | Gesang der Nacht; Datierungsvergleich FRQ01/FRQ08 |
| FR08 | IMG_0386 | Relief mit badenden Mädchen; FRQ01 S. 3 |
| FR09 | IMG_0388 | Plaketten mit lesbaren Schildern; FRQ12 |
| FR10 | IMG_0341 | Grock; FRQ01 S. 3 |
| FR11 | IMG_0344 | Rotes phantastisches Bildnis; Titel offen |
| FR12 | IMG_0350 | Eulenförmiges Gefäß; Titel und Ausformer offen |
| FR13 | IMG_0405 | Mädchen mit Fisch; Schild IMG_0407, FRQ12 |
| FR14 | IMG_0409 | Hasenfigur; genaue Ausformung offen |
Sammlungsherkunft: Stefan Strößenreuther. Der gemeinsame Bild- und Nutzungshinweis des Wikis gilt ergänzend. Fotografenname, Rechte am Plakat und abweichende Rechte an Vorlagen sind nicht allein durch den Ordnernamen oder das RAW-Dateiformat geklärt; Rechte Dritter und gesetzliche Erlaubnisse bleiben unberührt.
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