Die ehemalige Müllerfabrik an der Hartmannstraße verbindet drei Kapitel der Selber Porzellangeschichte: die 1890 gegründete Fabrik Paul Müller, die Anfänge der Hutschenreuther-Kunstabteilung und das kriegsbedingte Auslagerungswerk der Berliner KPM. Später wurden aus Produktionsräumen Wohnungen. Im September 2012 kündigte das Selber Tagblatt den Abbruch des Gebäudekomplexes an. Die erhaltenen Fotografien und Schriftquellen machen diese wechselnden Nutzungen wieder sichtbar. (PM01)

M01 · Historische Gesamtansicht der Müllerfabrik. Ein entsprechendes Motiv erschien 2012 im Selber Tagblatt, dort um 1900 datiert. Herkunft: Archiv Zeitler. Bildnachweis.
Das Selber Adressbuch von 1925 führt den Bau einer vierten Porzellanfabrik durch Paul Müller bereits für 1889 an. Das Selber Heimatbuch von 1949 und der spätere Zeitungsbericht nennen 1890 als Gründungsjahr. Der Artikel unterscheidet deshalb zwischen dem im Adressbuch genannten Bau und der in den anderen Quellen verwendeten Gründungsdatierung. Eine vollständige Auswertung der Bau- und Handelsregisterakten liegt damit noch nicht vor. (PM03, PDF-S. 12, gedruckte S. 9); (PM02, PDF-S. 3, gedruckte S. 136); (PM01)
Paul Müllers Unternehmen entstand in einer Phase, in der sich Selb zu einem bedeutenden Standort der Porzellanindustrie entwickelte. Der Betrieb wird im Heimatbuch im Kirchleingrunde verortet; im Zeitungsbericht von 2012 wird die Hartmannstraße genannt. Die Fabrik war somit Teil eines größeren industriellen Stadtgebiets und zugleich ein Betrieb mit eigenem Namen und eigener Geschichte. (PM02, S. 136); (PM01)
Nach den von Andreas Godawa wiedergegebenen Recherchen des Porzellanikon-Kurators Wolfgang Schilling beschäftigte die Fabrik 1910 bereits etwa 350 Menschen. Die Geschäftsführung lag damals bei Hermann Müller, einem Sohn des Gründers. Der Rückblick weist zugleich auf die lückenhafte Überlieferung zur Familie und zum Unternehmen hin. Die scheinbar klare Abfolge von Jahreszahlen darf deshalb nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Einzelheiten zur Finanzierung, zum Alltag und zu persönlichen Entscheidungen noch offen sind. (PM01)
1917 erwarb die Lorenz Hutschenreuther AG die Fabrik. Das Heimatbuch von 1949 nennt diesen Kauf ausdrücklich und stellt ihn in die Erweiterung des Unternehmensverbands. Nach dem Zeitungsbericht wurde in den Gebäuden weiter Porzellan hergestellt, nun mit dem Zusatz „Abteilung Paul Müller“. Hermann Müller blieb Direktor und wechselte in den Vorstand der übernehmenden Gesellschaft. Der Kauf beendete die Selbständigkeit als eigenes Unternehmen, während Name und Werk als unterscheidbare Einheit weiterbestanden. (PM02, S. 136); (PM01)
Diese Unterscheidung erklärt, weshalb der Name Paul Müller noch lange nach 1917 in Dokumenten auftaucht. Er bezeichnet je nach Zusammenhang den Gründer, die frühere Firma, die Hutschenreuther-Abteilung oder den Gebäudekomplex. Für die Quellenarbeit ist daher entscheidend, welche dieser Bedeutungen jeweils gemeint ist.

M02 · Müllerfabrik mit Verkehrswegen. Aufnahme aus dem Paul-Müller-Bestand. Bildnachweis.
Auch die Bildtafeln der Bohrer-Chronik zeigen die Fabrik im Selber Industriegebiet. Auf einer beschrifteten Ansicht des Fabrikviertels werden Paul Müller, Rosenthal und das Elektrizitätswerk getrennt benannt. Das Bild hilft, die Unternehmen räumlich auseinanderzuhalten. Es datiert jedoch nicht automatisch jede ähnliche Aufnahme im heutigen Bilderordner. (PM07, PDF-S. 10, Tafel V, unteres Bild)
Die Verbindung zur Kunstabteilung begann mit Entwürfen, die bereits vor der Übernahme entstanden waren. Ellen Mey nennt für 1916 Paul Müllers Sparte „Kunstgewerbliche Porzellane“. Aus ihrem Bestand wurden 49 Modelle nach Entwürfen des Selber Fachschuldirektors Fritz Klee zum Grundstock der späteren Kollektion. (PM04, S. 189)
Nach Mey entstand die „Abteilung für Kunst“ im ersten Halbjahr 1918 in den Räumen der übernommenen Müllerfabrik. 1923 bezog sie einen Neubau in Werk B. Diese zeitliche und räumliche Folge ist wesentlich: Die Müllerfabrik war ein Ausgangspunkt der Kunstabteilung; die spätere KPM-Nutzung dieses Fabrikgebäudes ist eine andere Nutzungsphase. Die frühere Firmenfestschrift nennt für die Kunstabteilung 1917. Die Quellen und Begriffe werden im bestehenden Artikel zur Kunstabteilung gegenübergestellt. (PM04, S. 189); L03, S. 29.

B06 · Déjeuner, Modell 111, Fritz Klee, 1918. Das Ensemble veranschaulicht die frühe künstlerische Kollektion. Foto: Porzellanikon Hohenberg, Deutsches PorzellanMuseum. Vorhandener Bildnachweis.
Die Fotografien erschließen die Fabrik auch über ihre Arbeitsplätze. Zu sehen sind unter anderem Formgebung, das Zusammenstellen von Geschirr für den Brand und die dekorative Bearbeitung. Diese Motive ergänzen die Unternehmensdaten um die Menschen und Tätigkeiten, die hinter dem fertigen Porzellan standen. Die einzelnen Aufnahmen tragen in den ausgewerteten Dateien keine gesicherten Personal- oder Jahresangaben. Ihre Ablage im Paul-Müller-Bestand wird deshalb als Herkunft genannt, ohne sie pauschal einer bestimmten KPM-Produktionsphase zuzuschreiben. (PM08)

M03 · Formgebung an den Arbeitsplätzen. Im Hintergrund ist nationalsozialistische Symbolik sichtbar. Bildnachweis.
Hinweis zur historischen Einordnung: Diese Abbildung enthält ein nationalsozialistisches Kennzeichen. Sie wird ausschließlich zur historischen Dokumentation und kritischen Einordnung der Unternehmens- und Zeitgeschichte gezeigt. Damit ist weder eine Billigung noch eine Verherrlichung des Nationalsozialismus verbunden. Rechtlicher Bezug für die historische Berichterstattung: § 86a Abs. 3 StGB in Verbindung mit § 86 Abs. 4 StGB.

M04 · Geschirr in Brennkapseln. Gefäße und Teller für den Brand angeordnet. Bildnachweis.

M05 · Dekorationsarbeit an einem Porzellangefäß. Aufnahme aus dem Paul-Müller-Bestand. Bildnachweis.
Ein weiteres Blatt liefert dagegen einen eindeutigen Zeitanker. Es trägt die Firmenbezeichnung Paul Müller mit dem Hinweis auf die Porzellanfabriken Lorenz Hutschenreuther AG und ist auf den 29. April 1937 datiert. Die Begriffe „Betriebsgemeinschaft“ und „Betriebsältestenrat“ sowie die politische Symbolik gehören zur damaligen Darstellung des Betriebs im Nationalsozialismus. Das Blatt belegt die fortgeführte Firmenbezeichnung zu diesem Zeitpunkt; darüber hinausgehende Aussagen zu einzelnen Personen werden daraus nicht abgeleitet. (PM08, Datei paul_mueller050.jpg)

M06 · Betriebsdokument vom 29. April 1937. Schriftstück mit Unterschriften und zeitgenössischer Symbolik. Bildnachweis.
Hinweis zur historischen Einordnung: Diese Abbildung enthält ein nationalsozialistisches Kennzeichen. Sie wird ausschließlich zur historischen Dokumentation und kritischen Einordnung der Unternehmens- und Zeitgeschichte gezeigt. Damit ist weder eine Billigung noch eine Verherrlichung des Nationalsozialismus verbunden. Rechtlicher Bezug für die historische Berichterstattung: § 86a Abs. 3 StGB in Verbindung mit § 86 Abs. 4 StGB.
Die Auslagerung begann vor 1945. Die KPM-eigene Historie verbindet das Selber Exil mit der weitgehenden Zerstörung des Berliner Geländes im November 1943. Das Heimatbuch von 1949 wird für die tatsächliche Verlegung der Werkstätten konkreter: Es nennt 1944 und beschreibt als vorausgehendes Ereignis den Luftangriff in der Nacht vom 22. auf den 23. November 1943. (PM05); (PM02, PDF-S. 6, gedruckte S. 139)
Dass gerade die Müllerfabrik als Ausweichstandort diente, wird im Heimatbuch an anderer Stelle durch die Verpachtung an die Staatliche Porzellan-Manufaktur Berlin bestätigt. Der spätere Zeitungsbericht fasst die Verlagerung unter 1943 zusammen. Im Artikel werden daher das auslösende Kriegsereignis von 1943 und die für 1944 belegte Verlegung getrennt aufgeführt. Das Jahr 1945 bezeichnet hier die Situation am Kriegsende und den Übergang zur Nachkriegsproduktion, keinen erstmaligen Beginn der Auslagerung. (PM02, PDF-S. 3 und 6, gedruckte S. 136 und 139); (PM01)
Das Heimatbuch beschreibt für Selb zunächst die Fertigung von Labor- und Industrieporzellan. Es nennt auf derselben Seite außerdem die Herstellung von Geschirr- und Kunstporzellan. Damit dokumentiert eine zeitnahe Quelle den Wandel des Produktionsprogramms. Die KPM blieb als Berliner Manufaktur erkennbar, während Teile ihrer Arbeit vorübergehend in den vorhandenen Selber Fabrikräumen stattfanden. (PM02, S. 139)
Für die Dauer der Selber Phase begegnen mehrere Enddaten. Der Zeitungsbericht von 2012 nennt 1955 als Jahr, in dem die letzten KPM-Abteilungen Selb verließen. Auch die Unternehmenshistorie der KPM setzt die Rückkehr in den Tiergarten 1955 an. Eine Veröffentlichung des Berliner Zentrums Industriekultur nennt dagegen 1957 für die Wiederaufnahme der Porzellanfertigung in Berlin. (PM01); (PM05); (PM06, PDF-S. 2, gedruckte S. 11)
Diese Angaben beziehen sich in ihrer Formulierung auf unterschiedliche Vorgänge und reichen derzeit nicht aus, einen einzigen Tag für das Ende aller Selber Aktivitäten festzulegen. Deshalb wird die Auslagerungsphase hier als Folge von Zerstörung, Verlegung, Fortführung und Rückverlagerung beschrieben. Die ältere lokale Website-Sicherung und die Buchentwürfe enthalten zusätzlich die Angaben 1954 beziehungsweise 1956; sie werden als überlieferte Bearbeitungsstände dokumentiert und nicht zu einem weiteren gesicherten Enddatum erklärt. (PM09)
Die Geschichte der Gebäude endete nicht mit der Porzellanproduktion. Der zweite Beitrag auf der vollständigen Zeitungsseite von 2012, „Hallen werden Wohnungen“, beschreibt die Umnutzung durch die Lorenz Hutschenreuther AG. In den Jahren 1961 und 1962 wurden zunächst zwei Gebäude für Werksangehörige zu Wohnungen umgebaut. Weitere Ausbauten folgten; 1965 und 1966 wurde nach diesem Bericht der letzte größere Umbau abgeschlossen. Die frühere Fabrik wurde damit zu einem Wohnkomplex. (PM01, vollständige Zeitungsseite, unterer Beitrag)
Für 2012 berichtet dieselbe Seite von der geplanten Räumung und dem bevorstehenden Abbruch. Der Hauptbeitrag nennt den 17. oder 18. September als vorgesehenen Beginn der Abbrucharbeiten. Dieser Text ist eine Ankündigung vom 6. September 2012 und wird hier nicht allein als Beleg für das genaue tatsächliche Abbruchdatum verwendet. Für dessen abschließende Datierung wären weitere Bauunterlagen oder zeitgenössische Aufnahmen des Abbruchs heranzuziehen. (PM01)
Die Müllerfabrik steht damit für einen mehrfachen Wandel: vom eigenständigen Porzellanbetrieb zum Werk eines Unternehmensverbands, von einem frühen Ort künstlerischer Entwicklung zum Auslagerungsstandort und schließlich zu Wohnraum für Werksangehörige. Die erhaltenen Bilder bewahren Gebäude und Arbeitssituationen, deren jeweilige Zeitstellung weiter erschlossen werden kann.
| Zeit | Belegter Zusammenhang |
|---|---|
| 1889 | Das Adressbuch von 1925 nennt den Fabrikbau durch Paul Müller. PM03 |
| 1890 | Gründungsjahr nach Heimatbuch und museal gestütztem Zeitungsrückblick. PM01, PM02 |
| 1916 | Kunstgewerbliche Modelle bei Paul Müller. PM04 |
| 1917 | Kauf durch die Lorenz Hutschenreuther AG. PM01, PM02 |
| 1918 | Aufbau der Abteilung für Kunst im ersten Halbjahr. PM04 |
| 1923 | Umzug der Abteilung für Kunst in einen Neubau von Werk B. PM04 |
| 29. April 1937 | Datiertes Betriebsdokument mit fortgeführter Firmenbezeichnung. PM08 |
| November 1943 / 1944 | Zerstörung in Berlin und anschließende Verlegung nach Selb. PM02, PM05 |
| ab 1945 | Fortführung der KPM-Arbeit in der Nachkriegszeit. PM02, PM06 |
| 1955 / 1957 | Abzug beziehungsweise Rückkehr 1955 in zwei Quellen; Wiederaufnahme der Berliner Fertigung 1957 im Industriekultur-Flyer. PM01, PM05, PM06 |
| 1961–1966 | Umbau der früheren Fabrik zu Wohnungen in mehreren Schritten. PM01 |
| September 2012 | Zeitungsbericht kündigt den Abbruch an. PM01 |
Andreas Godawa: „Die kurze Blüte der Müllerfabrik“; ergänzend „Hallen werden Wohnungen“. Selber Tagblatt, Donnerstag, 6. September 2012, S. 7. Vollständige Seite im Archiv: Muellerfabrik-Frankenpost.pdf, PDF-S. 1. Der gesonderte Ausschnitt Porzellanfabrik_Mueller_Frankenpost_09_12.pdf enthält nur den Hauptbeitrag und nicht die vollständige Gebäudenachgeschichte. Im Hauptbeitrag werden Recherchen des Porzellanikon-Kurators Wolfgang Schilling wiedergegeben. Die Abbruchangabe ist eine damalige Planung.
Dr. Ludwig Riess: Selber Heimatbuch. Die unmittelbare Stadt Selb und der Selber Amtsbezirk in ihrer Gegenwart, Vergangenheit und im Sagenkreise. 2. Ausgabe, Selb 1949, Druck und Verlag F. & A. Münch. Selber Heimatbuch 02.pdf, PDF-S. 3 und 6, gedruckte S. 136 und 139. Zeitnahe Darstellung von Erwerb, Verpachtung und kriegsbedingter Verlegung. Titel und Ausgabe sind am Titelblatt in Selber Heimatbuch 01.pdf, PDF-S. 1, geprüft. Die relevante Verlegungspassage auf S. 139 nennt 1944 ausdrücklich. In der Teildatei folgt nach S. 139 unmittelbar S. 142; die gedruckten Seiten 140–141 fehlen dort.
Selber Adressbuch 1925, Selb_Adressbuch_1925_030.pdf, PDF-S. 12, gedruckte S. 9. Die wirtschaftsgeschichtliche Übersicht nennt 1889 für den Bau der Fabrik. Diese Aussage wird von der Gründungsdatierung 1890 getrennt.
Ellen Mey: „Hutschenreuther. Geschirrporzellan aus zwei Jahrhunderten“, Porzellanikon, Onlinekatalog, S. 189. Fachwissenschaftliche Einordnung der kunstgewerblichen Kollektion, der Abteilung für Kunst und des Umzugs 1923. Bereits als W07 im Wiki erschlossen. Katalog beim Porzellanikon.
KPM Berlin: Manufakturhistorie, Abschnitt 1943–1955. Unternehmensquelle zur Zerstörung im November 1943 und zum Exil in Selb; nennt 1955 als Rückkehrjahr. Originalquelle. Abruf: 15. Oktober 2026.
Berliner Zentrum Industriekultur: KPM-Quartier, PDF-S. 2, gedruckte S. 11, Abschnitt „Wechselvolle Entwicklung“. Nennt 1957 für die Wiederaufnahme der Berliner Porzellanfertigung. Originalveröffentlichung. Abruf: 15. Oktober 2026.
Bohrer-Chronik, Archivbestand „Selb Chronik Bohrer1930“, Bildteil 03_Bilder bis Tafel XX (Bohrer Chronik Selb).pdf, PDF-S. 10, visuell geprüfte Tafel V, unteres Bild „Das Selber Fabrikviertel“. Die im Bild angebrachten Bezeichnungen trennen Paul Müller, Rosenthal und Elektrizitätswerk. Die Textschicht des Scans ist für die Bildtafelbezeichnung nicht zuverlässig; maßgeblich ist die sichtbare Originalbeschriftung.
Bildbestand „Paul Müller“, 48 JPG-Dateien in Porzellanstadt Selb/Paul Müller. Weitere Kopien liegen unter Porzellan Version 2024/Paul Müller, in Pressemappen und der alten Website-Sicherung. Mehrere Ablagen sind keine unabhängigen Bildquellen. Die sechs verwendeten Abbildungen wurden ohne Beschnitt und mit unveränderter Auflösung als WebP abgeleitet. Fotografen sind bei den einzelnen Dateien nicht angegeben; gesonderte Nutzungsnachweise sind nicht dokumentiert.
Ergänzende Spuren aus dem eigenen Arbeitsarchiv: Vortrag Vortrag-AWO-Rev4.pdf, besonders PDF-S. 32, 40–42 und 153–177; Scrivener-/RTF-Buchentwürfe „Porzellanindustrie-Nordbayern“; Website-Sicherung „Webseite Juli 2020“ mit den Seiten paul-mueller-selb, paul-mueller-selb-2 und kpm-berlin. Wiederholungen und voneinander übernommene Texte sind als Bearbeitungsstände zu behandeln. Sie belegen den Rechercheweg, ersetzen aber keinen unabhängigen Nachweis für die darin teils abweichenden Jahreszahlen.
| Kennung | Originaldatei | Kommentar und Herkunft |
|---|---|---|
| M01 | paul_mueller006.jpg |
Motivgleichheit mit dem 2012 veröffentlichten Fabrikbild; dort Herkunft Archiv Zeitler, Datierung um 1900 als Schätzung Wolfgang Schillings. Abweichender Bildausschnitt und Tonwerte in der Zeitung. Fotograf nicht genannt. |
| M02 | paul_mueller017.jpg |
Fabrikansicht mit Gleisen; Herkunft PM08. Aufnahmejahr und Fotograf nicht dokumentiert. |
| M03 | paul_mueller025.jpg |
Arbeitsplätze der Formgebung mit nationalsozialistischer Symbolik im Hintergrund; Herkunft PM08. Personen und genaues Jahr nicht bestimmt. |
| M04 | paul_mueller029.jpg |
Kannen und Teller in Brennkapseln; Herkunft PM08. Keine gesicherte Modell- oder Jahreszuordnung. |
| M05 | paul_mueller034.jpg |
Dekorationsarbeit; Herkunft PM08. Person und Aufnahmedatum nicht bestimmt. |
| M06 | paul_mueller050.jpg |
Datiertes Betriebsblatt vom 29. April 1937 mit Firmenname und Hutschenreuther-Zusatz; Herkunft PM08. Der überlieferte Bildausschnitt bleibt unverändert. |
| B06 | bestehender Bildbestand Hutschenreuther | Déjeuner Fritz Klee, 1918; vorhandener Nachweis B06. |
Für die Vertiefung fehlen insbesondere Bau- und Handelsregisterakten, Pachtunterlagen zwischen Hutschenreuther und KPM, eine gesicherte Datierung der Arbeitsfotografien und Belege für das genaue Ende der einzelnen Selber KPM-Abteilungen. Diese Fragen bleiben ausdrücklich offen. Der vollständige digitale Suchlauf erfasste die Dateipfade und verfügbaren Textinhalte des Downloads-Bestands; reine Bild-PDFs wurden nicht sämtlich einer neuen Texterkennung unterzogen.
Unternehmen und Fabriken · Hutschenreuther in Selb · Kunstabteilung · Orte und Stadtgeschichte · Bilder und Archive
Das ausführliche Künstlerporträt Fritz Klees vertieft die Verbindung der Fabrik Paul Müller mit der Fachschule und der frühen Hutschenreuther-Kunstabteilung 1917/18. Die Werkauswahl zeigt Gefäße, Eule und Déjeuner; Herstellername, persönlicher Entwurf und schulische Mitarbeit werden getrennt betrachtet.
Hutschenreuther und das Bankhaus B. M. Strupp ordnet den Erwerb der Müllerfabrik 1917 in den Selber Mehrwerksbetrieb und den weiteren Meininger Bankenkreis ein. Der Erwerb durch Lorenz Hutschenreuther ist von einer bloßen Bank- oder Aufsichtsratsverbindung zu unterscheiden.