Die Porzellanfabrik Bauscher in Weiden in der Oberpfalz gehört zu den prägenden Unternehmen des deutschen Hotel- und Gastronomieporzellans. August und Conrad Bauscher gründeten den Betrieb 1881 mit einer ungewöhnlich klaren Ausrichtung: Ihr Geschirr sollte für den täglichen Einsatz in Hotels, Restaurants, Cafés und anderen Verpflegungsbetrieben entwickelt werden. Die Fabrik verband kaufmännische Erfahrung, keramische Technik und einen frühen Blick auf internationale Märkte. (BQ01, BQ02)
Die Unternehmensgeschichte führt von der Gründung am Weidener Bahnhof über Überseehandel und Künstlerentwürfe zum Zusammenschluss mit Lorenz Hutschenreuther 1927, zur Zerstörung 1945 und zur Modernisierung der Brenntechnik. Heute ist Bauscher eine Marke der BHS tabletop AG. Der Standort Weiden steht im Mittelpunkt einer seit November 2025 angekündigten Neuausrichtung des Unternehmens. Redaktionsstand: 18. Oktober 2026. (BQ01, BQ07, BQ11)
BW01 · Bauscher-Werk und Bahnhofsumfeld, 1984. Luftaufnahme mit Fabrikgebäuden, Gleisen und Parkplatz. Original: Werk-Bauscher-1984.jpg, Ordner Porzellanstadt Selb/Hutschenreuther/Dorschner LHS. Bildnachweise.
| Thema | Eckdaten |
|---|---|
| Gründung | 1881 durch August und Conrad Bauscher. |
| Standort | Weiden in der Oberpfalz; historisch am Bahnhof und im damaligen Moosbürg. |
| Frühe Spezialisierung | Geschirr für Hotellerie, Gastronomie, Schifffahrt, Bahn und Gemeinschaftsverpflegung. |
| Internationaler Vertrieb | New York 1895, London und Luzern 1900, nach dem Fundustext. |
| Gestaltung | Peter Behrens: Porzellan für die Darmstädter Künstlerkolonie, 1901 museal belegt. |
| Unternehmensform | Aktiengesellschaft ab 1. April 1911, nach der historischen Chronik. |
| Verbindung nach Selb | Zusammenschluss mit Lorenz Hutschenreuther 1927. |
| Technischer Wandel | Tunnelofenanlagen 1953–1956; Bildbelege weiterer Brenntechnik von 1971 und 1978. |
| Heutiger Zusammenhang | Marke der BHS tabletop AG; geplante Weiterentwicklung Weidens zum zentralen Fertigungsstandort. |
Gründer · Fabrikgründung · Hotelporzellan · Peter Behrens · Hutschenreuther · Wiederaufbau · Gegenwart · Zeitleiste · Quellen
Die Brüder kamen aus einer Familie von Brauereibesitzern und Gastronomen in Hanau am Main. Der im Fundus überlieferte Text „Pioniere des Hotelporzellans“, dort Günther Hertel zugeschrieben, erklärt die spätere Geschäftsidee aus dieser Nähe zur Gastlichkeit. Sie kannten die Anforderungen von Bewirtung und Service aus einem anderen Blickwinkel als die traditionellen Porzellanhersteller. August begann als Chemiekaufmann, Conrad erlernte das Konditorhandwerk. (BQ02)
August arbeitete bei der chemischen Fabrik Merck in Darmstadt. Reisen nach England und Italien sowie die Beschäftigung mit ausländischen Märkten erweiterten seinen Blick auf Produktion und Verbrauch. Ein entscheidender Schritt war sein Eintritt in die Porzellanfabrik Tirschenreuth: Nach der Chronik erwarb er am 17. Februar 1876 mit finanzieller Unterstützung seines Vaters die Beteiligung Wilhelmine Tittels. Der Bericht nennt den Kaufpreis von 42.857,13 Mark. Aus dem Unternehmen Muther & Tittel wurde in diesem Zusammenhang Muther & Bauscher. (BQ01, 175-Jahre-LHS073.pdf, PDF-S. 1, S. 165)
Tirschenreuth war seine praktische Lehrzeit in der Porzellanherstellung. Ein Kaufmann musste hier Rohstoffe, Massebereitung, Formgebung, Brand, Dekoration und Absatz als zusammenhängenden Betrieb verstehen lernen. Der Förderverein des Porzellan- und Kachelmuseums Tirschenreuth bestätigt Augusts Beteiligung 1876 und seinen Weggang im Dezember 1880, als er die Gründung in Weiden vorbereitete. (BQ04)
BW02 · August Bauscher. Historisches Porträt des Firmengründers. Vorlage: 175-Jahre-LHS075.pdf, PDF-S. 2, Ordner Dorschner-Dokumente/Hutschenreuther_1987. BQ01.
Die historische Darstellung beschreibt Conrad Bauscher als den stärker technisch orientierten Partner. Während August mit kaufmännischer Planung, Organisation und Vertrieb verbunden wird, steht Conrad für die praktische Weiterentwicklung des Betriebs. Die Chronik nennt seine Tätigkeit in Weiden seit Oktober 1882 und eine gleichberechtigte Teilhaberschaft ab 1890. Diese Angaben ergänzen das gemeinsame Gründungsjahr um die schrittweise Ausgestaltung der Zusammenarbeit. (BQ01, 175-Jahre-LHS074.pdf, PDF-S. 4, S. 170)
BW03 · Conrad Bauscher mit Zeitung. Aufnahme des technischen Mitinhabers im Korbstuhl. Vorlage: 175-Jahre-LHS075.pdf, PDF-S. 1, Dorschner-Bestand. BQ01.
Die beiden Lebenswege zeigen, wie eng unterschiedliche Kenntnisse bei einer Fabrikgründung ineinandergreifen konnten. Gastronomische Erfahrung half, eine Kundengruppe zu verstehen. Kaufmännisches Können erschloss Kapital und Absatz. Keramisches Fachwissen machte aus einer Idee ein verlässlich herstellbares Produkt. Die Fabrik war dabei auf viele weitere Fachkräfte angewiesen: Modelleure, Dreher, Maler, Ofenbauer und Menschen in Aufbereitung, Verpackung und Versand.
Der erste Fabrikstandort lag im damaligen Moosbürg, südlich des Weidener Bahnhofs. Die Chronik erläutert die Wahl mit der Verbindung von freiem Bauland und unmittelbarer Verkehrsnähe. Über die Bahn konnten Kohlen und andere Materialien angeliefert werden; fertige Geschirre erreichten Kunden und die Seehäfen für das Überseegeschäft. Hinzu kamen die Rohstoffvorkommen der Oberpfalz und Böhmens. (BQ01, 175-Jahre-LHS073.pdf, PDF-S. 2, und LHS074.pdf, PDF-S. 1–2)
Für eine Porzellanfabrik war diese Kombination wesentlich. Brennstoffe mussten in großen Mengen verfügbar sein. Auch Rohstoffe, Verpackungsmaterial und schwere Fertigwaren verursachten Transportaufwand. Der Bahnanschluss war daher ein Bestandteil des Geschäftsmodells und beeinflusste die innere Organisation des Werks bis hin zu Lagerung und Verladung.
Die handschriftliche Zusammenstellung nennt den 19. Januar 1881 als Datum des notariellen Grundstückskaufs von dem Weidener Kaufmann Friedrich Mühlhofer. Am 2. Februar 1881 habe der Bautechniker Koermer die Pläne vorgelegt: ein etwa 47 Meter langes und 14,60 Meter breites Fabrikgebäude, drei Geschosse und ein Dachboden als Lager, mit einbezogenem Brennofen und Schornstein. Diese Einzelheiten stammen aus dem späteren Rückblick auf den Fabrikbau. (BQ01, 175-Jahre-LHS074.pdf, PDF-S. 2, S. 168)
Die Darstellung hebt glatte Böden zur Verringerung des Staubs und helle Arbeitsräume hervor. Hertels Text nennt 120 Fenster und ungefähr 70 Beschäftigte zu Beginn. Hinter solchen Angaben steht eine wichtige Seite der frühen Industrialisierung: Arbeitsräume, Materialfluss und die gesundheitlichen Belastungen staubintensiver Arbeit waren Teil der Fabrikplanung. Die positive Selbstdarstellung der Gründer ersetzt allerdings keine Untersuchung der tatsächlichen Arbeitsbedingungen. (BQ01, BQ02)
Schon vor dem Bau wurden erfahrene Porzelliner angeworben. Die Chronik nennt Tirschenreuth, Selb, Thüringen und Schlaggenwald in Böhmen. Für Fachkräfte aus Schlaggenwald werden bereits Verträge vom 9. August 1880 erwähnt. Das junge Werk bezog sein Wissen damit aus einem größeren keramischen Arbeits- und Ausbildungsraum. (BQ01, 175-Jahre-LHS074.pdf, PDF-S. 2)
Diese Verbindungen machen Weiden zu einem Teil der Porzellanregion zwischen Oberpfalz, Fichtelgebirge und Böhmen. Arbeitskräfte und technische Erfahrung bewegten sich über Ortsgrenzen hinweg. Die Gründung lässt sich deshalb sowohl als örtlicher Unternehmensaufbau als auch als Ergebnis bestehender fachlicher Netzwerke verstehen.
Die Spezialisierung auf Gastronomiegeschirr war mehr als die Auswahl einer Käuferschicht. Ein Hotel brauchte viele gleiche Stücke, geeignete Portionsgrößen und Formen, die sich in Küche, Spülbereich und Service bewährten. Gefäße wurden oft angefasst, gestapelt, transportiert und gereinigt. Ein verlorener oder beschädigter Teller musste sich innerhalb des vorhandenen Geschirrs ersetzen lassen. Hertels Darstellung erklärt Bauschers Entwicklung aus diesem Zusammenspiel von Aussehen und Gebrauch. (BQ02)
| Anforderung | Bedeutung für die Gestaltung |
|---|---|
| Widerstandsfähigkeit | Geschirr sollte die hohe Beanspruchung im gewerblichen Alltag aushalten. |
| Handhabung | Henkel, Knäufe, Ränder und Griffflächen mussten sich im Service bewähren. |
| Raumnutzung | Stapelbare und aufeinander abgestimmte Formen erleichterten Lagerung und Bereitstellung. |
| Reinigung | Gut zugängliche Flächen und widerstandsfähige Oberflächen waren für häufigen Gebrauch wichtig. |
| Sortimentsbreite | Unterschiedliche Trink- und Essgewohnheiten verlangten verschiedene Größen und Gefäßtypen. |
| Wiedererkennbarkeit | Eigene Dekore und Beschriftungen konnten den Auftritt eines Hauses prägen. |
Der Kundenkreis reichte früh über das klassische Hotel hinaus. Der Fundustext verweist auf einen Briefbogen von 1890, der Hotels, Restaurants, Cafés und Konditoreien als Abnehmer nennt. Für eine Anzeige von 1896 werden zusätzlich Dampfer, Pensionen und Hospitäler genannt. Auch Kantinen gehörten zum wachsenden Markt. „Hotelporzellan“ wurde damit zum zusammenfassenden Begriff für sehr unterschiedliche Situationen der Bewirtung. (BQ02)
Hertel beschreibt außerdem ein frühes kundenspezifisches Geschirrprogramm für die Brauerei Friedenfels und ihre Gaststätten. Einheitliche Dekore verbanden die einzelnen Geschirrteile zu einem erkennbaren Auftritt. Solche Aufträge verlangten die Verbindung von Serienfertigung und individuellen Kundenwünschen: Die Grundform konnte wiederholt hergestellt werden, während der Dekor einen bestimmten Betrieb repräsentierte. (BQ02)
Die Chronik nennt bereits 1882 einen zweiten Brennofen. Der begleitende Fundustext führt für 1883 insgesamt 86 Männer und elf Frauen an. Die Zahlen zeigen die frühe Größenordnung des Werks; sie gehören jeweils zu ihrem historischen Berichtsstand. Zu den beschriebenen Frauenarbeiten zählten das Anfertigen von Henkeln und das Gießen bestimmter Waren. Die Quelle bewahrt dabei auch die abwertende und verharmlosende Sprache eines damaligen Fabrikinspektors. (BQ01, 175-Jahre-LHS074.pdf, PDF-S. 3; BQ02)
In den folgenden Jahren wurde der Absatz international. Der Text nennt Lieferungen nach Australien und Südamerika bereits für die 1880er Jahre, den wichtigen Kunden Norddeutscher Lloyd sowie eine eigene Verkaufsfiliale in New York 1895. London und Luzern folgten 1900. Reisen, Vertretungen und Musterlager erschlossen Märkte, die sich in Portionsgrößen, Getränken und Tischgewohnheiten unterschieden. (BQ02)
Schifffahrt und Eisenbahn waren dabei zugleich Transportmittel und Absatzgebiete. Menschen, die auf langen Strecken unterwegs waren, wurden auf Schiffen und in Speisewagen verpflegt. Die Ausstattung solcher Betriebe führte Bauscher-Geschirr an Orte, die weit vom Werk entfernt lagen. Hertels Text zitiert hierzu einen wirtschaftsgeschichtlichen Rückblick von 1926 mit Beispielen aus Hotels und Verkehrsunternehmen. Er ist ein Beleg für die damalige internationale Selbstdarstellung der Firma. (BQ02)
Die Vielfalt war beträchtlich: Hertel nennt für einen frühen Katalog vor der Jahrhundertwende mehr als tausend Artikel, darunter ungefähr 300 Tassenvarianten. Die Zahl erklärt, warum industrielle Herstellung und eine große Formenvielfalt gleichzeitig notwendig waren. Eine Mokkatasse, ein Frühstücksbecher, eine Hotelkanne und eine Terrine erfüllten unterschiedliche Aufgaben, obwohl sie aus demselben Werk kamen. (BQ02)
Für 1890 beschreibt der Fundustext die Einführung hochfeuerfester Kochgeschirre. Mit „Luzifer“ bekam dieser Bereich einen eigenen, einprägsamen Namen. Das Programm erweiterte die Vorstellung von Gastronomieporzellan: Porzellan diente nicht allein dem gedeckten Tisch, sondern auch Aufgaben im Zusammenhang mit heißer Zubereitung und Bereitstellung. (BQ02)
BW04 · „Luzifer“ und Bauscher-Weiden-Zeichen. Historische Markenabbildung. Original: bauscher_luzifer.jpg, Fundus Bilder_Sammlung/bilder_marken. BQ03.
Die aktuelle Bauscher-Markenübersicht führt LUZIFER weiterhin als Kollektion. Der Name verbindet damit einen historischen Produktbereich mit dem heutigen Sortiment. Die gegenwärtige Übersicht enthält daneben etwa PURITY, OPTIONS, MAITRE, B1100, BONN/BISTRO und FUNCTION. Solche Sortimentsnamen geben jeweils einen zeitgebundenen Überblick über den Marktauftritt; sie bilden unterschiedliche Aufgaben und Gestaltungsansätze ab. (BQ08)
Bauscher war auch an der künstlerischen Erneuerung des Porzellans um 1900 beteiligt. Besonders gut dokumentiert ist die Zusammenarbeit mit Peter Behrens im Umfeld der Darmstädter Künstlerkolonie 1901. Sie gehört zeitlich in den Aufbruch der Reformgestaltung und des Jugendstils. Zwei Bilddateien im lokalen Webseitenfundus zeigen einen Teller mit grünem Liniendekor und eine kantige Tasse mit rotbraunem Ornament. (BQ03, BQ05, BQ06)
Der vom British Museum bereitgestellte Objekteintrag zu einem Teller von 1901 erläutert den Entwurfszusammenhang: Behrens gestaltete Porzellan für sein eigenes Haus in Darmstadt. Das Geschirr war Teil einer umfassenden Einrichtung, in der Architektur, Innenraum und Gebrauchsgegenstände aufeinander bezogen waren. Die Museumsdarstellung nennt runde, sechs- und achteckige Formen und erläutert, dass der Tellerdekor die Gestaltung der Esszimmerdecke aufgriff. (BQ06)
BW05 · Teller mit grünem Liniendekor. Aufnahme aus der Behrens-Bildgruppe. Original: Peter_Behrens_Teller_Bauscher.jpg, Webseitenfundus Erkersreuth. BQ03, BQ06.
Das Los Angeles County Museum of Art verzeichnet eine Tasse mit Untertasse von 1901, hergestellt von Gebr. Bauscher für die Darmstädter Künstlerkolonie, unter der Inventarnummer M.2003.16.3a–b. Der Museumsnachweis sichert den Zusammenhang zwischen Entwerfer, Hersteller und Jahr. (BQ05)
BW06 · Kantige Tasse mit geometrischem Dekor. Museumsaufnahme aus dem lokalen Behrens-Bestand. Original: Peter_Behrens_Tasse_Bauscher.jpg, Webseitenfundus Erkersreuth. BQ03, BQ05.
An den beiden Motiven wird der gestalterische Anspruch anschaulich: Linien und Ornamente ordnen die Fläche, während die Gefäßform selbst einen ausgeprägten Charakter erhält. Die Behrens-Arbeiten zeigen damit eine Seite Bauschers, die im Begriff des robusten Hotelgeschirrs leicht zurücktritt: die Bereitschaft, anspruchsvolle neue Entwürfe in Porzellan auszuführen. Die Verbindung mit Behrens ist bereits 1901 belegt und reicht somit deutlich weiter zurück als eine auf die 1920er Jahre beschränkte Einordnung.
Das Wachstum erforderte neue Räume und Kapital. Hertels Darstellung beschreibt einen großen Eisenbetonbau, der nach knapp vierjähriger Bauzeit 1907 eingeweiht worden sei. Die neue Anlage erweiterte die Möglichkeiten für Formen, Dekoration und Spezialgeschirr. Der Text nennt zu diesem Entwicklungsstand ungefähr 750 Beschäftigte. Zugleich belasteten die Baukosten das Unternehmen. (BQ02)
Conrad Bauscher starb 1910. Die historische Chronik nennt den 1. April 1911 als Datum der Umwandlung der Porzellanfabrik Gebrüder Bauscher GmbH in eine Aktiengesellschaft. Die Finanzierung und Leitung des Betriebs waren damit in eine andere gesellschaftsrechtliche Form überführt. August blieb in der Unternehmensführung tätig und starb am 11. Mai 1917. (BQ01, 175-Jahre-LHS075.pdf, PDF-S. 1–2)
Die Familiengeschichte wurde außerdem durch den Ersten Weltkrieg geprägt. Der Rückblick erwähnt den Verlust von Augusts einzigem Sohn. Der Betrieb bestand weiter, während die unmittelbare Gründerphase endete. Bauscher wurde zunehmend zu einem Markennamen, der unabhängig von der persönlichen Anwesenheit der Brüder auf Geschirr, Geschäftspapieren und Verkaufsstellen fortlebte. (BQ01, 175-Jahre-LHS075.pdf, PDF-S. 1)
Bauschers Geschichte berührt die größeren Kapital- und Beteiligungsnetze der Porzellanindustrie. Eine Arbeitsfassung im Fundus zu den Konzernen der deutschen Porzellanindustrie führt Bauscher im Strupp-Kreis auf und nennt unter anderem Rohstoffunternehmen in Seilitz sowie die Keramischen Rohstoffwerke in Weiden. Diese Zusammenstellung erschließt die Verflechtung von Finanzierung, Fertigung und Rohstoffversorgung. (BQ16, BQ01)
Die Firmenfestschrift von Lorenz Hutschenreuther von 1957 verzeichnet die Übernahme von Bauscher und Tirschenreuth 1927. Der Bauscher-Rückblick nennt dasselbe Jahr. Dadurch wurde das Weidener Spezialwerk mit dem Selber Unternehmen verbunden. Der Name der damals aufnehmenden Gesellschaft war Lorenz Hutschenreuther AG; die spätere Bezeichnung Hutschenreuther AG gehört zu einer anderen Phase der Verbandsgeschichte. (BQ13, S. 16; BQ01, 175-Jahre-LHS076.pdf, PDF-S. 1)
H03 · Bauscher-Werk in Weiden. Farbige Luftaufnahme aus dem Dorschner-Album. Original: Werk-Bauscher.jpg, Ordner Dorschner LHS. Bestehender Bildnachweis.
Die Einbindung in einen Verband bedeutete nicht, dass alle Werke denselben Marktauftritt bekamen. Im Interview zum Hutschenreuther-Jubiläum 1982 nannte Roland Dorschner Bauscher und Schönwald als Beispiele für Marken mit weitgehend eigenständiger Marktbearbeitung. Dazu gehörte nach seiner Darstellung auch Konkurrenz zwischen ihnen. Gemeinsam waren der Unternehmensrahmen und industrielle Möglichkeiten, während die Marken ihre Kundenbindungen und Profile pflegten. (BQ14, PDF-S. 2–3)
Der Artikel über Hutschenreuther und das Bankhaus B. M. Strupp vertieft die Beteiligungsnetze und den Zusammenschluss. Die Übersicht der Werke und Marken stellt Weiden neben Selb, Schönwald und Arzberg.
Die Fabrik wurde im Zweiten Weltkrieg 1945 durch einen Bombenangriff schwer beschädigt. Der historische Rückblick nennt besonders Dekorgebäude, Lager und Schmelzhaus. Die zugehörige Fotografie zeigt ausgebrannte und eingestürzte Gebäudeteile sowie ein weitgehend zerstörtes Werksareal. Die gedruckte Albumseite trägt die historische Beschriftung „nach einem Bombenangriff 1945“. (BQ01, 175-Jahre-LHS076.pdf, PDF-S. 1–2, S. 173–174)
BW08 · Zerstörtes Bauscher-Werk, 1945. Fabrikruinen und Trümmer nach dem Bombenangriff. Vorlage: 175-Jahre-LHS076.pdf, PDF-S. 2, Dorschner-Bestand. BQ01.
Der Wiederaufbau bedeutete, Gebäude, Anlagen und Betriebsabläufe neu aufeinander abzustimmen. Die Chronik verbindet diese Entwicklung mit der späteren Modernisierung der Brenntechnik. Sie beschreibt einen Betrieb, der seine Stellung im Gastronomiegeschäft nach den Zerstörungen wieder ausbauen konnte. Für eine umfassende Geschichte der Beschäftigten und des Werks während der NS-Zeit wären ergänzend Personal-, Wirtschafts- und Verwaltungsakten auszuwerten; der hier vorliegende Rückblick konzentriert sich auf Unternehmen und Produktion.
Die Jahre 1953 bis 1956 bilden einen technischen Schwerpunkt. Nach dem Bauscher-Rückblick entstanden damals unter Planung und Leitung Roland Dorschners Tunnelofenanlagen. Der Text beschreibt ausdrücklich, dass mit der neuen Technik der gesamte Betriebsablauf umgestellt wurde. Diese Arbeit gehört zu Dorschners früheren technischen Leistungen im späteren Hutschenreuther-Verband. (BQ01, 175-Jahre-LHS076.pdf, PDF-S. 1)
Bei einem Tunnelofen wird die Ware auf Wagen durch den Brennkanal geführt. Die Anlage und die Zuführung des Brennguts werden dadurch Teil eines fortlaufenden Produktionsablaufs. Der Ofenhersteller Riedhammer, dessen Namensschild auf einer Fundusaufnahme sichtbar ist, beschreibt entsprechende Schnellbrand-Tunnelöfen mit Wagenförderung für den Porzellanbrand. (BQ15)
Das Album enthält ein Foto mit der Legende „Einfahrtseite der Tunnelöfen 1971“. Es zeigt mehrere Ofenanlagen nebeneinander, Transportwagen mit gestapeltem Geschirr und Beschäftigte im Arbeitsbereich. Die Halle macht den Zusammenhang zwischen Brennkapazität, Warenbewegung und innerbetrieblicher Logistik anschaulich. (BQ01, 175-Jahre-LHS077.pdf, PDF-S. 1, S. 175)
BW10 · Einfahrtseite der Tunnelöfen, 1971. Ofenanlagen und Wagen mit gestapeltem Geschirr. Vorlage: 175-Jahre-LHS077.pdf, PDF-S. 1, unteres Foto. BQ01.
Eine weitere Aufnahme ist als „Ofeneinfahrt des Schnellbrand-Glattofens mit Blick in den Brennkanal 1978“ beschriftet. Auf dem Wagen stehen Porzellanbecher; hinter ihnen ist die Ofenöffnung zu sehen. Das Herstellerschild nennt Riedhammer, Nürnberg. Die spätere Aufnahme ergänzt den Wiederaufbau um einen eigenen Entwicklungsstand der Fertigung. (BQ01, gleiche Fundstelle)
BW09 · Schnellbrand-Glattofen, 1978. Becher auf einem Ofenwagen vor dem Brennkanal. Vorlage: 175-Jahre-LHS077.pdf, PDF-S. 1, oberes Foto. BQ01.
Die drei Zeitangaben 1953–1956, 1971 und 1978 bezeichnen unterschiedliche Nachweise: die im Rückblick beschriebene Modernisierungsphase und zwei datierte Fotos späterer Anlagenzustände. Sie erschließen zusammen einen längeren technischen Entwicklungsprozess. Die Biografie Roland Dorschners ordnet seine Arbeit in den weiteren beruflichen Weg ein.
Die Bildsammlung enthält ein farbiges Ensemble aus Kannen, Tasse, Untertasse, Zuckerdose, Gießer und Teller. Die ursprüngliche Legende bezeichnet es als Bauscher-Hotelporzellan, Form „Gala“, Dekor „Linea Rot“. Die roten Linien akzentuieren Ränder und Übergänge, während die weiße Grundfläche der Gefäße sichtbar bleibt. Die beschriftete Aufnahme verbindet einen konkreten Formnamen mit einer Dekorvariante. (BQ01, 175-Jahre-LHS077.pdf, PDF-S. 2, S. 176)
BW11 · Form „Gala“, Dekor „Linea Rot“. Hotelservice mit Kannen, Tasse und Zubehör. Vorlage: 175-Jahre-LHS077.pdf, PDF-S. 2. BQ01.
Für das Verständnis von Gastronomieporzellan ist diese Unterscheidung wichtig. Form bezeichnet den Gefäßtyp und seine plastische Gestaltung, Dekor die Oberflächenwirkung. Ein Betrieb konnte so mit demselben Grundprogramm unterschiedliche Auftritte für verschiedene Kunden und Bewirtungsanlässe anbieten. Das Foto zeigt die Geschirrteile zudem in einer gedeckten Szene mit Gebäck und Getränk: Gebrauchsware wird als Bestandteil einer gastlichen Umgebung präsentiert.
Ein weiteres Foto zeigt einen runden Aufdruck mit den Worten „Decorirt von Gebr. Bauscher, Weiden Bayern“. Im Inneren steht „F. A. Wassermann’s Nachf.“ mit dem Ort Bad Reichenhall. Darunter ist die Zahl 16. sichtbar. Der Aufdruck dokumentiert das Nebeneinander von ausführender Firma, weiterer Geschäftsbezeichnung und Ort. (BQ03)
BW07 · Dekorationsvermerk auf einer Porzellanunterseite. Aufdruck mit Bauscher, F. A. Wassermann’s Nachf. und Bad Reichenhall. Original: bauscher-wuerfel19.JPG.jpeg, Fundus Rosenthalbilder-Zeppelinbilder. BQ03.
Marken sind damit nicht nur Hilfsmittel zur Bestimmung eines Herstellers. Sie können Geschäftsbeziehungen, Dekoration, Eigentum oder eine Produktlinie ansprechen. Bei diesem Stück ist gerade das Wort „Decorirt“ die konkrete Aussage. Eine vollständige Datierung oder Objektgeschichte entsteht erst durch die Verbindung mit weiteren Unterlagen, der Gefäßform und gegebenenfalls zusätzlichen Kennzeichnungen.
| Beispiel | Gestalter / Bezeichnung | Aussage des Bestands |
|---|---|---|
| Porzellan für das Haus Behrens | Peter Behrens, 1901 | Museal gesicherter Zusammenhang von Künstlerentwurf, Darmstadt und Gebr. Bauscher. |
| Teller mit grünem Liniendekor | Behrens-Bildgruppe | Geometrisches Ornament auf einer runden Tellerfläche. |
| Kantige Tasse mit Untertasse | Behrens-Bildgruppe | Zusammenspiel von Gefäßform und linearem Dekor. |
| Feuerfestes Geschirr | „Luzifer“, Einführung 1890 laut Fundustext | Erweiterung des gewerblichen Porzellans um hitzebezogene Anwendungen. |
| Hotelservice | „Gala“, „Linea Rot“ | Form und Dekor ausdrücklich in der Albumlegende genannt. |
| Unterseitenstempel | Bauscher / F. A. Wassermann’s Nachf. | Dekorations- und Geschäftsangaben auf einem erhaltenen Stück. |
1998 wurde aus der Hutschenreuther AG die BHS tabletop AG, die sich auf professionelle Außer-Haus-Verpflegung konzentrierte. Die Unternehmensdarstellung führt Bauscher und Schönwald als traditionsreiche Profiporzellanmarken. Zum Verbund gehören heute auch weitere Sortimentsbereiche. (BQ07)
Für 2017 ist der Eintritt der Serafin-Unternehmensgruppe dokumentiert. Die damals beratende Kanzlei Gleiss Lutz berichtete am 27. März 2017 über Kaufverträge vom 24. März betreffend zusammen 86,05 Prozent der Aktien und Stimmrechte sowie über das angekündigte Übernahmeangebot. Die spätere BHS-Mitteilung bestätigt die Zugehörigkeit zu Serafin seit 2017. (BQ12, BQ11)
Die Unternehmensdarstellung beschreibt Weiden als hochautomatisierten Fertigungsstandort. Sie nennt eine Kapazität von knapp 30 Millionen Stück beziehungsweise 9.000 Tonnen Porzellan pro Jahr und ungefähr 400 Beschäftigte. Für 2018 wird eine neue automatische Sortieranlage erwähnt. Roboter übernehmen unter anderem Handhabungs- und Bearbeitungsschritte. Diese Angaben sind Kapazitäts- und Strukturangaben der Unternehmensseite, abgerufen im Oktober 2026, keine unabhängig erhobenen Jahresproduktionszahlen. (BQ07)
Der technische Wandel setzt die ältere Geschichte der Rationalisierung fort. Zu Ofenbau und Mechanisierung kommen automatisierte Prüfungen, digital gesteuerte Arbeitsschritte und die Abstimmung mit Lager und Versand. Die Gewichte haben sich verändert; das Grundproblem bleibt, viele Stücke mit reproduzierbarer Qualität für anspruchsvolle Gebrauchsbedingungen zu liefern.
Der Bauscher-Prospekt PURITY beschreibt eine breite Kollektion aus Noble China im Farbton BoneWhite. Er umfasst klassische Fahnen- und Coupteller, geometrische und weich geschwungene Formen sowie passende Schalen, Tassen und Kannen. Die Broschüre stellt dabei Kombination, Raumnutzung und unterschiedliche Bewirtungsanlässe in den Mittelpunkt. Das Reliefprogramm PURITY REFLECTIONS ergänzt die schlichteren Stücke. (BQ09, S. 3–9)
Hier begegnet eine bekannte Bauscher-Frage in neuer Gestalt: Wie lassen sich formale Feinheit und die Anforderungen der professionellen Gastronomie verbinden? Der Unterschied zur Gründungszeit liegt vor allem in Materialentwicklung, Fertigungsmöglichkeiten und der Vielzahl der heute angebotenen Konzepte. Aussagen über die Gebrauchseigenschaften stammen in diesem Fall aus der Herstellerbroschüre.
Auch jenseits des Restaurants bleibt Bauscher relevant. Eine veröffentlichte Kundenreportage der BHS zum Klinikum Weiden beschreibt Porzellan im täglichen Küchen- und Verpflegungsablauf. Küchenleiter Ronny Hinderlich nennt Beständigkeit und Lebensdauer als wichtige Kriterien. Der Beitrag vermittelt eine Anwenderperspektive; er stammt aus der Unternehmenskommunikation. (BQ10)
Die aktuelle Markenübersicht datiert PABIS, das Geschirr mit Transponder, auf 2006. Das Beispiel zeigt eine zusätzliche Funktion von Geschirr in der Gemeinschaftsverpflegung: Gegenstände am Tablett können über digitale Kennzeichnung in betriebliche Abrechnungs- und Organisationsabläufe eingebunden werden. (BQ08)
Am 18. November 2025 kündigte BHS tabletop die Einstellung der Fertigung in Schönwald bis spätestens Ende 2027, den Ausbau Weidens zum zentralen Kompetenzzentrum für automatisierte Porzellanherstellung und den Fortbestand der Logistik in Selb an. Für Teile des Sortiments und der Dekoration sind internationale Partnerschaften vorgesehen. Als Gründe nennt die Mitteilung Kosten, komplexe Prozesse und stagnierende Märkte; Beschäftigungsfragen sollen mit dem Betriebsrat abgestimmt werden. Diese Angaben beschreiben angekündigte Maßnahmen, keine bereits abgeschlossene Verlagerung. (BQ11)
| Jahr / Datum | Entwicklung | Quelle |
|---|---|---|
| 1876 | August Bauscher beteiligt sich an der Porzellanfabrik Tirschenreuth. | BQ01, BQ04 |
| 1880 | Vorbereitung der Weidener Gründung und Anwerbung erfahrener Porzelliner. | BQ01 |
| 19. Januar 1881 | Grundstückskauf in Moosbürg nach dem Chronikrückblick. | BQ01 |
| 2. Februar 1881 | Vorlage der Fabrikbaupläne nach demselben Rückblick. | BQ01 |
| 1881 | Beginn der Porzellanfabrik mit Ausrichtung auf die Gastronomie. | BQ01, BQ02 |
| 1882 | Zweiter Brennofen; Conrad arbeitet laut Chronik seit Oktober in Weiden. | BQ01 |
| 1883 | 86 Männer und elf Frauen nach Hertels Darstellung. | BQ02 |
| 1880er / frühe 1890er Jahre | Ausbau von Export und Schifffahrtsgeschäft. | BQ02 |
| 1890 | Hochfeuerfeste Kochgeschirre; Beginn des Programms „Luzifer“ laut Fundustext. | BQ02 |
| 1895 | Verkaufsfiliale in New York. | BQ02 |
| 1900 | Niederlassungen in London und Luzern. | BQ02 |
| 1901 | Porzellan nach Peter Behrens für Darmstadt, museal belegt. | BQ05, BQ06 |
| 1907 | Neuer Eisenbetonbau nach Hertels Rückblick. | BQ02 |
| 1910 | Tod Conrad Bauschers. | BQ01 |
| 1. April 1911 | Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. | BQ01 |
| 11. Mai 1917 | Tod August Bauschers. | BQ01 |
| 1927 | Zusammenschluss mit Lorenz Hutschenreuther. | BQ01, BQ13 |
| 1945 | Schwere Schäden am Werk durch einen Bombenangriff. | BQ01 |
| 1953–1956 | Tunnelofenanlagen unter Planung und Leitung Roland Dorschners. | BQ01 |
| 1971 | Datierte Aufnahme der Einfahrtseite der Tunnelöfen. | BQ01 |
| 1978 | Datierte Aufnahme des Schnellbrand-Glattofens. | BQ01 |
| 1982 | Dorschner erläutert die Markenstrategie für Bauscher und Schönwald. | BQ14 |
| 1984 | Beschriftete Schwarzweiß-Luftaufnahme des Werks. | BQ03 |
| 1998 | Umfirmierung zur BHS tabletop AG und Konzentration auf Profiverpflegung. | BQ07 |
| 2006 | PABIS mit Transponder nach der aktuellen Markenübersicht. | BQ08 |
| 2017 | Serafin-Einstieg; Kaufverträge und Übernahmeangebot werden bekannt gemacht. | BQ12, BQ11 |
| 2018 | Investition in automatische Sortiertechnik laut Unternehmensdarstellung. | BQ07 |
| November 2025 | Ankündigung der Neuausrichtung mit Ausbau Weidens und Produktionsende in Schönwald bis spätestens Ende 2027. | BQ11 |
Bauscher verbindet mehrere Ebenen der Industriegeschichte. Für Weiden steht das Werk für den Aufbau eines international ausgerichteten Produktionsbetriebs am Bahnhof. Für die Porzellanregion zeigt es den Austausch von Fachwissen und Arbeitskräften zwischen Oberpfalz, Fichtelgebirge und Böhmen. Im Hutschenreuther-Verband vertrat es die Spezialisierung auf den professionellen Gebrauch. In der Gestaltungsgeschichte führen die Behrens-Arbeiten von der Gastronomie zu den frühen Reformbewegungen des 20. Jahrhunderts.
Die Bilder ergänzen diese Entwicklung um greifbare Zeugnisse: Gründerporträts, zerstörte Gebäude, große Brennhallen, Marken und konkrete Geschirrformen. Sie machen deutlich, dass die Geschichte der Teller und Tassen zugleich eine Geschichte von Unternehmen, Beschäftigten, Technik, Reisen und Tischkultur ist. Der erhaltene Fundus erlaubt einen weitreichenden Überblick; weitere Betriebsakten, Musterbücher und persönliche Erinnerungen könnten insbesondere die Arbeitswelt und einzelne Sortimente vertiefen.
Webquellen abgerufen am 18. Oktober 2026. PDF-Seiten zählen ab der ersten Dateiseite; gedruckte Seiten sind zusätzlich angegeben. Die lokalen Chronik- und Hertel-Texte stehen zum Teil in einem gemeinsamen Überlieferungszusammenhang und werden nicht als voneinander unabhängige Bestätigungen gezählt.
Handschriftlicher Bauscher-Rückblick im Dorschner-Bestand. 175-Jahre-LHS072.pdf, PDF-S. 3 (S. 164), sowie 175-Jahre-LHS073.pdf bis 175-Jahre-LHS077.pdf, S. 165–176. Ablage: Geschichte Hutschenreuther Version 2024/Dorschner-Dokumente/Hutschenreuther_1987. Verfasser und ursprüngliche Vorlage der Zusammenstellung sind nicht abschließend bestimmt. Relevante Seiten und Bildlegenden vollständig visuell gelesen; die verwendeten Einzelbilder stammen aus diesen Seiten.
„Pioniere des Hotelporzellans“ – Hertel-Text im Fundus. Datei bauscher-text.rtf, Ablage Porzellan Version 2024/Dokumente Kunterbunt/Formatierte_Texte. Enthält den Vermerk „Ausgabe Pioniere des Hotelporzellans – von Günther Hertel – Porzellanmuseum Hohenberg 13.08.2004“. Die Datums- und Autorenangabe wird als Fundusvermerk übernommen; die ursprüngliche Druckausgabe ist in dieser Textdatei nicht vollständig bibliografiert. Historische Darstellung mit Ausstellungsbezug, Export- und Sortimentsgeschichte.
Bauscher-Bildbestände der Sammlung Stefan Strößenreuther. Werksansichten in Porzellanstadt Selb/Hutschenreuther/Dorschner LHS; Behrens-Aufnahmen in Webseite porzellan-selb/Webseite Juli 2020/Erkersreuth; Marken und Unterseitenbilder in den Pressemappen der „Porzellan Version 2024“. Die Jahresangabe 1984 steht auf der Werksaufnahme. Bei anderen Einzelbildern werden nur belegte Daten verwendet. Originaldateien und Bildvorlagen siehe Bildnachweise.
Förderverein Porzellan- und Kachelmuseum Tirschenreuth: Historie. Abschnitte zu August Bauschers Eintritt 1876 und Austritt im Dezember 1880 sowie zum Zusammenschluss 1927. Institutionelle Orts- und Unternehmensdarstellung.
Los Angeles County Museum of Art: Teacup and Saucer, 1901. Peter Behrens, Gebr. Bauscher, für die Darmstädter Künstlerkolonie; Inv.-Nr. M.2003.16.3a–b. Objektbezogener Beleg für Hersteller, Entwerfer und Jahr. Die lokale Fotografie BW06 wird davon getrennt nachgewiesen.
British Museum: Porcelain plate designed by Peter Behrens. Museumsbeschreibung über Google Arts & Culture, 1901, Registriernummer 1981,0108.1. Erläutert Haus Behrens in Darmstadt, Formen und Bezug zum Innenraum. BW05 stammt aus dem eigenen Bildfundus.
BHS tabletop: Über uns. Unternehmensgeschichte mit Umfirmierung 1998 sowie Beschreibung von Weiden, Kapazität, Automatisierung und Sortiertechnik. Aktuelle Website-Selbstauskunft; Kennzahlen sind ohne gesondertes Berichtsjahr veröffentlicht.
BHS tabletop: Marke Bauscher. Aktuelle Kollektionen und Markenübersicht; nennt 2006 für PABIS.
Bauscher: PURITY-Prospekt. Datei 25-09-Bauscher-Purity-Prospekt.pdf, besonders gedruckte S. 3–9: Noble China, BoneWhite, Formen und PURITY REFLECTIONS. Herstellerunterlage.
BHS tabletop: Customer Story Klinikum Weiden. Anwendungsbericht mit Küchenleiter Ronny Hinderlich zur täglichen Nutzung von Bauscher-Porzellan. Unternehmenskommunikation mit Kundenperspektive.
BHS tabletop: Mitteilung zur Neuausrichtung. 18. November 2025. Ankündigung für Weiden, Selb und Schönwald mit Zeithorizont bis spätestens Ende 2027.
Gleiss Lutz: Serafin-Übernahmeangebot für BHS tabletop. 27. März 2017. Erklärung der beratenden Kanzlei zu Kaufverträgen vom 24. März über 86,05 Prozent und zum Übernahmeangebot. Zeitgenössische Mitteilung eines beteiligten Beratungsunternehmens.
Lorenz Hutschenreuther AG: 100 Jahre Porzellan, 1957. Gedruckte S. 16, PDF-S. 17 der Fundusdatei Hutschenreuther_Porzellan_Chronik_023.pdf, Ordner Porzellanstadt Selb/Hutschenreuther/Chronik Hutschenreuther. Beleg für Bauscher und Tirschenreuth 1927; bereits erschlossen als L15 und STQ02.
Interview mit Roland Dorschner zum 125-jährigen Hutschenreuther-Jubiläum. 1982; Fundusdatei 125-Jahre-LHS032.pdf, besonders PDF-S. 2–3, Dorschner-Dokumente / Hutschenreuther_1987. Aussage zur eigenständigen Marktbearbeitung von Bauscher und Schönwald. Bereits erschlossen als DL01.
Riedhammer: Brennen – Geschirrkeramik. Herstellerbeschreibung von Schnellbrand-Tunnelöfen mit Wagenförderung für Glasur- und Einmalbrand. Ergänzender technischer Bezug zu den historischen Ofenfotos.
Konzerne der deutschen Porzellanindustrie – Arbeitsfassung. Porzellanstadt Selb/Projekt_Buch_Porzellan/Porzellanindustrie-Nordbayern.scriv/Files/Docs/171.rtf. Abschnitte zum Strupp-Kreis und zu Rohstoffgesellschaften. Sekundäre Übertragungsfassung mit Datierungsfehlern; das dort genannte AG-Jahr 1918 wird nicht übernommen. Bestehende Einordnung STQ03.
Die Fundusquellen verbinden konkrete Daten und Bildlegenden mit späteren Erzählungen und werbenden Bewertungen. Erfundene Dialoge und zugeschriebene Gedanken werden nicht als historische Wortlaute übernommen. Die Gründerporträts sind anhand ihrer ursprünglichen Legenden zugeordnet. Beim Geburtsjahr August Bauschers und bei einzelnen gesellschaftsrechtlichen Angaben gibt es abweichende Überlieferungen; eine zusätzliche verbindliche Geburtsdatierung wird hier nicht ergänzt. Für 1911 ist die Chronikangabe vom 1. April maßgeblich. Die frühen Behrens-Arbeiten werden mit den objektbezogenen Museumsnachweisen von 1901 abgeglichen.
Das Arbeitsleben, die NS-Zeit, einzelne Exportaufträge und eine lückenlose Markenchronologie bedürfen weiterer Akten und Musterbücher. Aktuelle Unternehmensangaben sind als Selbstauskünfte beziehungsweise Planungen datiert.
| Kennung | Original / Fundstelle | Herkunft |
|---|---|---|
| BW01 | Werk-Bauscher-1984.jpg; Jahreszahl auf der Vorlage |
Dorschner LHS; BQ03 |
| BW02 | 175-Jahre-LHS075.pdf, PDF-S. 2, S. 172 |
Dorschner-Bestand; BQ01 |
| BW03 | Dieselbe Datei, PDF-S. 1, S. 171 | Dorschner-Bestand; BQ01 |
| BW04 | bauscher_luzifer.jpg |
Pressemappen / Bilder_Sammlung / bilder_marken; BQ03 |
| BW05 | Peter_Behrens_Teller_Bauscher.jpg |
Webseitenfundus / Erkersreuth; BQ03 |
| BW06 | Peter_Behrens_Tasse_Bauscher.jpg |
Webseitenfundus / Erkersreuth; BQ03 |
| BW07 | bauscher-wuerfel19.JPG.jpeg |
Pressemappen / Rosenthalbilder-Zeppelinbilder / Neuer Ordner 2; BQ03 |
| BW08 | 175-Jahre-LHS076.pdf, PDF-S. 2, S. 174 |
Dorschner-Bestand; BQ01 |
| BW09 | 175-Jahre-LHS077.pdf, PDF-S. 1, S. 175, oberes Foto |
Dorschner-Bestand; BQ01 |
| BW10 | Dieselbe Seite, unteres Foto | Dorschner-Bestand; BQ01 |
| BW11 | 175-Jahre-LHS077.pdf, PDF-S. 2, S. 176 |
Dorschner-Bestand; BQ01 |
| H03 | Werk-Bauscher.jpg; Album 125-Jahre-LHS034.pdf, PDF-S. 3 |
Bestehender Nachweis H03 |
Sammlung Stefan Strößenreuther. Fotografen sind in den ausgewerteten Einzelvorlagen nicht gesondert genannt. Die Museumsnachweise BQ05 und BQ06 dienen der Werkzuordnung; die hier gezeigten Behrens-Fotos stammen aus dem lokalen Webseitenfundus. Historische Marken und abgebildete Gestaltungen haben eigene Urheber- und Kennzeichenbezüge. Der gemeinsame Bild- und Nutzungshinweis der Website lässt diese Rechte und gesetzliche Erlaubnisse unberührt.
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